Der Schinner Landwirt Theodor Aue plant in der Gemarkung Belkau den Bau einer zweiten Biogasanlage. Dafür muss ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden.

Schinne l An der Straße nach Belkau (ehemalige Radarstation) plant der Schinner Landwirt Theodor Aue den Bau einer zweiten Biogasanlage. Dafür muss der Flächennutzungsplan der Ortschaft Schernikau (Ortsteil Belkau) an der Stelle geändert und um eine Fläche von 1,4 Hektar erweitert werden. "Die neue Biogasanlage wird mit Gülle und Rindermist betrieben", erklärte Theodor Aue im Bau- und im Hauptausschuss der Einheitsgemeinde Bismark. Das gesamte "Futter" für die Anlage fällt laut Aue am Standort an. "Es wird hier also keinen Gülle-Tourismus geben", stellte der Landwirt aus Schinne fest. Im Zuge der Erweiterung des landwirtschaftlichen Betriebes soll sich zudem die Zahl der Milchkühe von 400 auf 600 erhöhen.

Strom und Wärme erzeugen

Das gewonnene Biogas wird wie bereits bei der ersten Anlage des Schinner Landwirtschaftsbetriebes in Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird ins Netz eingespeist und entsprechend vermarktet, die Wärme wird für den biologischen Prozess (Fermenter), den landwirtschaftlichen Betrieb und für das am Standort geplante Wohnhaus genutzt. Bau und Inbetriebnahme sind für das kommende Jahr geplant. Der Investor übernimmt die Kosten für die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes. Die Kostenübernahme wird vertraglich mit der Einheitsgemeinde vereinbart.

Sowohl der Bau- als auch der Hauptausschuss stimmten dem Vorhaben zu. Dem Stadtrat liegen die Anträge (Aufstellung eines Bebauungsplanes "Biogasanlage Belkau - Auf dem Berg"; Fortschreibung des Flächennutzungsplanes) am Mittwoch, 6. Mai, in Büste im ehemaligen Büro des Ortsbürgermeisters zum Beschluss vor.