Arneburg l Für die einen ist sie eine wunderbare Gelegenheit, einen besseren Blick über die Elbwiesen zu erhalten, für die anderen ist sie einfach nur hässlich - die Aussichtsplattform in Arneburg, die am 17. April feierlich eingeweiht wurde. Wie viel dieses Bauwerk kostet, das interessiert die Einwohner der Elbestadt. Während der Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung am Dienstag wurde genau diese Frage dem Bürgermeister gestellt.

"Die Kosten belaufen sich auf 363 000 Euro", erklärte Lothar Riedinger. Davon werden allerdings 217 800 Euro vom Land Sachsen-Anhalt bezuschusst. De Mittel dafür fließen aus dem Topf für öffentliche Finanzierungshilfe zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur. Am 17. April erhielt die Stadt den schriftlichen Bescheid über diese 60-prozentige Förderung. Für die restliche Summe kommt die Stadt auf.

Eine weitere Anfrage der Einwohner war, ob für den Erhalt der Holzbohlen der Aussichtsplattform finanzielle Mittel eingestellt werden. Wie Riedinger erklärte, handele es sich bei den Bohlen um Tropenholz, welches nicht anfällig für hiesigen Insektenbefall ist. Außerdem ist in den kommenden zehn Jahren die ausführende Firma für den Erhalt der Holzbohlen mit im Boot.

Andere Einwohner der Stadt regten an, die Stahlkonstruktion, die von einigen als hässlich und nicht in die Landschaft passend benannt wurde, mit Efeu beranken zu lassen. Andreas Damisch, Stadtratsmitglied und Planer der Plattform, erklärte, dass diese Konstruktion verzinkt ist und im Laufe der Zeit mit einer Patina überzogen wird. Die Anregung der Efeubepflanzung werde er aber aufnehmen. Ebenso gebe es bereits Anregungen durch Arneburger Volkskünstler, das Bauwerk attraktiver zu gestalten. "Wir werden die Ideen sammeln und dann sehen, wofür wir uns entscheiden", sagte der Bürgermeister.

In dieser Woche wurden die Erdarbeiten unterhalb der Plattform fertiggestellt. Es wurden sieben Kubikmeter Erde aufgebracht. Der Hang wird nun noch bepflanzt. Dazu werden allerdings noch die Ausarbeitungen eines Studenten im Rahmen einer Bachelorarbeit zur Gestaltung des Burgbergs abgewartet und Anregungen daraus berücksichtigt.

Aus dem Stadtrat kam zudem die Anregung, auf der Aussichtsplattform ein feststehendes Fernglas zu installieren, um den Besuchern eine noch bessere Sicht über die Elblandschaft zu ermöglichen.