Stendal l Hoch hinaus ging es am gestrigen Montag für die Monteure der MMB-GmbH Arneburg in Stendal. Vom sogenannten King-Kong-Elfer - ein Gorilla ziert den Giebel - bauten sie die ersten Balkonbrüstungen ab. "Wir gestalten unsere Aufgänge neu. In diesem Zusammenhang erneuern wir die Brüstungen. Die Balkone sind ja schon mehr als 30 Jahre alt", informiert Daniel Jircik, Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG). Insgesamt gehören drei Aufgänge des Hochhauses zur SWG. Sie verfügen über 120 Einraum-, Dreiraum- und Vierraumwohnungen.

Außentreppen werden abgerissen

Bis zum morgigen Mittwoch sollen die Brüstungen, die aus Stahlbeton bestehen und jeweils rund 1200 Kilogramm wiegen, demontiert werden. An ihre Stelle rücken neue Elemente aus einem Gemisch aus Kunststoff und Gipskarton. "Das dauert natürlich länger als der Abbau", kündigt SWG-Bauleiter Hendrik Lins an und spricht von "einigen Monaten". Der Austausch erfolgt übrigens lediglich auf der Front an der Stadtseeallee. Die Balkone auf der Nordseite werden ersatzlos abgerissen. "Sie befinden sich zwischen den Etagen, sind keiner Wohnung zugeordnet und waren nur vom Hausflur aus begehbar. Deshalb haben wir sie schon vor drei Jahren aus Sicherheitsgründen geschlossen", begründet Jircik. Anstelle der Balkonzugänge sollen große Flurfenster ihren Platz erhalten.

Die Arbeit an den Balkonen, zu denen auch eine neue Entwässerung gehört, ist nur der Anfang für die Sanierung der drei SWG-Aufgänge. Dazu zählen weiterhin eine Fassadendämmung, inklusive einer Farbgestaltung, ähnlich des Tiergartenelfers in Weiß und Rot, sowie der Abriss der Außentreppen an der Stadtseeallee. An ihre Stelle treten große Fenster.

700000 Euro für die Flurrenovierung

Erneuert werden auch die Aufzüge in den drei Aufgängen. Nehmen sie ihre Fahrgäste bislang in der ersten Etage auf, so werden die neuen ebenerdig montiert. "Das ist natürlich gut für die älteren Damen mit Rollator. Sie müssen dann keine Treppen mehr bewältigen", merkt Jircik an.

Insgesamt eine Million Euro investiert die SWG in diesem Jahr in die Vorhaben. Hinzu kommen rund 70000 Euro für die Renovierung von zwei der drei Treppenaufgänge - der dritte ist bereits malermäßig instand gesetzt. "Da wird jede Menge Geld in die Hand genommen. Das zeigt, dass die Wohnungsbaugesellschaft nicht nur auf das Tiergartenviertel setzt", schätzt Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) ein, der als Aufsichtsratsvorsitzender der SWG fungiert.