Stendal l Die Aufregung steigt bei Laura Roever und Johannes Kröger von Tag zu Tag. Bereits beim Landeswettbewerb im März hatten sich die beiden Schüler der Stendaler Musik- und Kunstschule mit Spitzenplatzierungen für die Reise nach Hamburg qualifiziert.

Musikalische Begleiter spielen außer Wertung

Für Johannes stehen beim Wettbewerb zwei Sonaten und der Titel "Works for Trumpet" auf dem Programm. Letzterer stammt aus der Feder seines Musiklehrers Marc Jacko. Der will natürlich auch mit nach Hamburg kommen, wie er sagt. "Er ist schon wie ein zweiter Vater für mich", sagt Johannes, der schon seit fast acht neun Jahren von Jacko betreut wird. Auf dem Klavier wird Johannes Musiklehrerin Claudia Honscha begleiten. "Wir hatten schon öfter das Vergnügen", erinnert sie sich an gemeinsame Proben mit dem 15-Jährigen. Claudia Honscha spielt aber im Gegensatz zu Johannes außer Wertung.

Ebenfalls außer Wertung aber nicht minder aufgeregt ist Lauras Bruder Tobias Roever, der die 18-Jährige auf der Gitarre begleiten wird. "Wenn ich etwas verpatze, könnte das böse Folgen für Laura haben", erklärt der 16-Jährige. Doch sowas sei bis jetzt noch nie geschehen und beim Landeswettbewerb hätten sie es schließlich auch allen gezeigt.

Am Klavier hat Laura übrigens auch Claudia Honsca an ihrer Seite. Die Schülerin, die seit fast zwölf Jahren an der Musik- und Kunstschule Blockflötenunterricht nimmt, präsentiert der Jury in Hamburg neben einer Suite und einer Sonate auch das Stück "Bass Burner" vom Komponisten Pete Rose.

Wenn sie gerade keine Musik machen, lernen sie fürs Leben an zwei Stendaler Gymnasien. Laura, genau wie ihr Bruder Tobias, am Hildebrand-Gymnasium und Johannes am Privatgymnasium. Was so nahe liegen könnte, liegt nach Aussage beider Schüler allerdings so fern. "Nein, Musik ist nicht unser Lieblingsfach in der Schule", stellen die beiden klar.

Johannes interessiert sich, wie er sagt, eher für Physik, Laura liegen mehr die Sprachen. Überhaupt sei ihr musikalisches Interesse doch recht speziell und nicht allgemeiner Natur wie im Schulunterricht.

Musikschüler sind schon im Wettbewerb erprobt

Für Johannes ist es nicht der erste Bundeswettbewerb "Jugend musiziert", an dem er teilnimmt. Im vergangen Jahr war er bereits mit einem Trompetenensemble angetreten, hatte da aber "nur" mit "Sehr gutem Erfolg" teilgenommen. In diesem Jahr tritt er, wie Laura, als Solist an. Für Laura ist es nach drei Landes- der erste Bundeswettbewerb. Angst davor, sich zu verspielen, hat sie kaum, sagt sie. Das ließe sich notfalls ausbügeln. Wichtig sei es aber, sich von kleinen Fehlern nicht unterkriegen zu lassen. Dem Wettbewerb mit über 2000 Teilnehmern fiebern beide Schüler bereits entgegen.