Stendal (vl) l Rund 1200 Asylbewerber und Flüchtlinge werden Ende des Jahres im Kreis Stendal leben. So die Prognose des Landratsamtes. Um ihre Betreuung abzusichern, haben der Landkreis und die Stadt Stendal, in der die überwältigende Mehrheit ihr vorübergehendes Zuhause findet, einen Maßnahmekatalog erarbeitet. Er wurde in dieser Woche sowohl im Sozial- als auch im Finanzausschuss vorgestellt und kurz diskutiert.

Im Finanzausschuss befanden Sven Meinecke und Helga Zimmermann (beide Die Linke), dass das Papier über weite Strecken sehr allgemein gehalten sei, und wünschten sich, dass es weiterentwickelt werde. Zimmermann nannte als ein Beispiel die Deutschkurse. Es gehöre ins Konzept, wer sie finanziert, sagte die Stadträ- tin.

Meinecke wie auch Enrico Schild (Die Linke) im Sozialausschuss rückten die Kosten für die Kinderbetreuung in den Blickpunkt. Im Maßnahmekatalog wird von 60 zusätzlich erforderlichen Plätzen für Flüchtlingskindern in Stendaler Kindertagesstätten ausgegangen. Kosten bei einer zehnstündigen Betreuung: 280000 Euro. Die beiden Linkspolitiker warnten davor, die Elternbeiträge zu erhöhen. Das schloss Sozialamtsleiter Torsten Mehlkopf aus. Ein Umlage auf die Eltern werde es nicht geben. Die Elternbeiträge für die Flüchtlingskinder würden ebenso erhoben, wie es für die anderen Kinder üblich sei. Den Anteil der Flüchtlinge übernimmt der Landkreis.