In den vergangenen 25 Jahren ist in der Stadt Tangermünde viel passiert. Private Investoren und öffentliche Träger haben jede Menge Geld in die Hand genommen, um aus vernachlässigter Bausubstanz wieder große und kleine Schmuckstücke zu machen.

Tangermünde l Was mit Programmen der Städtebauförderung in den vergangenen Jahren in Tangermünde erreicht wurde, erfuhren am Sonnabend all jene, die Teile des gebotenen Programms anlässlich des bundesweit stattgefundenen Tages der Städtebauförderung besuchten.

Zum Städtebautag ein Rundgang durch die Stadt

Hatte es am Vormittag im Stadthaus einen Vortrag zum Thema Farbgestaltung gegeben, der von etwa 20 Interessenten besucht worden war, gab es am Nachmittag einen Stadtrundgang, der zu verschiedenen Objekte in der Altstadt führte. So ermöglichte Planerin Sybille Wilke einen Blick in das Haus an der Stadtmauer direkt neben dem Schrotturm.

Seit Jahrzehnten leerstehend war es voriges Jahr an einen Liebhaber verkauft worden und wird jetzt zu einem Objekt umgebaut, das künftig Feriengäste beherbergen wird. Viele historische Details würden im Zuge der Sanierung erhalten bleiben, machte Sybille Wilke deutlich. So schließe das Haus direkt an die Stadtmauer an. Eine Wand ist deshalb die Stadtmauer selbst.

Nach innen werde sie nicht verputzt sonder offen bleiben, berichtete die Planerin, die zugleich ein wenig über die Geschichte des Hauses berichtete. Weiter ging es für die Stadtrundgangsteilnehmer in die Kirchstraße. Hier machte die Gruppe Halt an der Galerie Siptroth. Seit vielen Jahren wird das Objekt liebevoll saniert. Für diesen Tag hatten die Besitzer einen Rundgang und Einblick ermöglicht und präsentierten ihr liebevoll saniertes Kleinod.

Jede Menge Details, alte Schätze, freigelegtes Fachwerk, aufgearbeitete Fußböden und vieles mehr machten die kurze Visite in diesen alten Räumen zu einem Erlebnis. Von der Kirchstraße ging es in die Lange Fischerstraße, wo die Gruppe sich mit der Farbgebung für das Haus am Buhnenkopf auseinandersetzte, über gelungene und weniger gelungene Sanierungsobjekte.

Auch die sanierte Stützmauer der Roßfurt, unter anderem mit mehr als 300 Stiftersteinen vor zwei Jahren errichtet, war ein Ziel jener, die am Rundgang beteiligt waren. Weitere Abschnitte der Stadtmauer werden derzeit unter anderem in der Mauerstraße saniert.

Viele andere könnten aufgrund ihres Zustandes folgen, wenn das Geld dafür zur Verfügung stünde. Denn auch nach 20 Jahren ist die Mauer noch nicht komplett saniert worden.

Ideen fürs nächste Jahr gibt es schon

Anlässlich dieses bundesweiten Tages war im Stadthaus am Sonnabend außerdem ein Film zu sehen, der Objekte in der Stadt vor und nach der Sanierung präsentierte.

Für Planerin Sybille Wilke, die etliche Bauvorhaben in Tangermünde begleitet und geleitet hat, steht fest: "Die Veranstaltung war ein Anfang. Im nächsten Jahr sollten wir vielleicht persönliche Einladungen verschicken, vor allem Firmen anschreiben, die das Thema der Städtebausanierung interessieren könnte, die immer wieder mit der Sanierung von Objekten in unserer Stadt zu tun haben."

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