Rund 109 Millionen Euro sind seit der Wende in die Sanierung und den Rückbau Stendaler Gebäude und Straßen geflossen. Weitere 4,3 Millionen sind 2014 bewilligt worden. Damit hat die Stadt viel vor.

Stendal l Dass die Hansestadt Stendal in den vergangenen 24Jahren ihr Gesicht verändert hat, konnten die Teilnehmer des Rundgangs durch die nördliche Altstadt anlässlich des Tages der Städtebauförderung am Sonnabend sehen. Mehr als 35 Stendaler und Gäste ließen sich von Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum während einer zweistündigen Tour erklären, in welche Objekte die Mittel aus der Städtebauförderung seit der Wende geflossen sind.

Die Tour ging vom Marktplatz über die hohe Bude, Altes Dorf und den Uppstall bis zum Winkelmannplatz. Zur Veranschaulichung hatte er Fotografien einzelner Straßenzüge mitgebracht, die bei so manchem Tourteilnehmer Erinnerungen wachriefen.

Auf der Agenda stehen Kitas und der Marktplatz

Als Ausgangspunkt der Tour hatte Westrum den Marktplatz gewählt, der ab 2016 umfangreich saniert werden soll. Die dafür benötigten rund 960000Euro seien im vorigen Jahr bewilligt worden.

Zudem gehe die Fassadensanierung des Rathauses weiter. Zu den bisher gut 100000 investierten Euro hätten Bund, Stadt und Land weitere 150000Euro bewilligt, die in die Ausbesserung der Fenster am Ost- und Westgiebel des Gebäudes fließen sollen. Im Rahmen des Teilprogramms "Stadtumbau Ost" wird Westrum zufolge der Ausbau des Karnipps vorangetrieben. Insgesamt wurden für Baumaßnahmen in der Alt- und Bahnhofsvorstadt aus drei Teilprogrammen über drei Millionen Euro bewilligt.

Für das Stadtseegebiet kommt ein viertes Teilprogramm, die "Soziale Stadt", zum Tragen, wie Westrum informiert. Ein Teil der fast 1,3Millionen bewilligten Euro soll hier in die Fahrbahnsanierung der Zetkin- und Seelenbinder-Straße fließen. Zudem würden demnächst Grünanlagen im Tiergartenviertel entstehen. Auch fließen 246000 Euro in den Verbindungstrakt der Kita Johannitersternchen. Weil dort der Fußboden zum Teil schon so marode ist, habe die Kita bereits auf eigene Kosten Hand angelegt. Ende Juli könnten hier bereits die Arbeiten beginnen, so Westrum.

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