Stendal l Dies verspricht ein spannender Dreikampf zu werden: Reiner Instenberg (SPD) und Katrin Kunert (Linke) fordern am 21. Juni Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) heraus. Wie es knapp zehn Tage vor dem offiziellen Bewerbungsschluss am 26. Mai ausschaut, wird es neben diesem Trio keine weiteren Bewerbungen für die bundesweit ausgeschriebene Stelle geben. Im Rathaus gab es bis vor dem gestrigen Feiertag keine Anfragen möglicher Bewerber. Diese müssten sich sputen, denn neben einer Bewerbung sind 100 Unterstützerunterschriften zu sammeln und einzureichen.

Aus der Stendaler Parteienlandschaft sind keine weiteren Kandidaten zu erwarten. Grüne und Piraten unterstützen SPD-Bewerber Instenberg, der im Januar als erster den Hut in den Ring geworden hatte. Amtsinhaber Klaus Schmotz hatte erst nach einer mehrmals verlängeren Überlegensphase Mitte Februar verkündet, eine dritte Amtsperiode anzustreben. Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert sorgte schließlich vor einem Monat für einen Paukenschlag, als sie erklärte die erste Oberbürgermeisterin in der Stadtgeschichte werden zu wollen.

Termin für Stichwahl ist der 5. Juli

Sollte keiner der drei am 21. Juni mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, gibt es zwischen den beiden Bewerber mit der höchsten Stimmenzahl am 5. Juli eine Stichwahl. Stendals Stadtoberhaupt wird für sieben Jahre gewählt.

Instenberg und Kunert stehen am dritten Juni-Sonntag nicht nur auf dem Stimmzettel für die Oberbürgemeisterwahl. Sie treten auch wieder für den Stadtrat an. Bei ihrer Bewerbung mussten sie angeben, ob sie OB oder Stadtrat werden wollen, wenn sie für beides gewählt werden sollten. Beide haben erklärt, dass sie im Fall einer Wahl als Stadtoberhaupt diese Position auch antreten wollen. In diesem Fall würden die auf sie entfallenen Stimmen bei der Stadtratswahl indes nicht verfallen. Sie fließen mit ein in die Berechnung der Zahl der Sitze für ihre Partei.

Bereits seit dem 13. April hat in Stendal der Straßenwahlkampf begonnen. Üblich sind vier bis sechs Wochen vor der Wahl, doch das Rathaus erteilte den Piraten bereits die Genehmigung, ihre Plakate "gegen den Filz in der Stadt" zehn Wochen vor der Wahl aufzuhängen. Die "heiße Wahlkampfphase" beginnt jedoch erst nach den Pfingstferien.

Runde der Spitzen für Stadtrat am 15. Juni

Zum Auftakt ihrer Wahlberichterstattung lädt die Volksstimme dann am Mittwoch, 3. Juni, um 19.30 Uhr zum Wahl-Forum mit den Oberbürgermeisterkandidaten in den großen Saal des Theaters der Altmark ein. Die Redakteure Bernd-Volker Brahms und Thomas Pusch werden den Abend moderieren. Natürlich können die Kandidaten auch aus dem Publikum befragt werden.

Ein weiteres Podium der Volksstimme gibt es kurz vor der Wahl: Am Montag, 15. Juni, werden ab 19 Uhr die Spitzenkandidaten zur Stadtratswahl im Theater-Foyer Rede und Antwort stehen. Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei.

 

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