Stendal l Wer darf sich mit dem Theaterpreis "Schauspiel" 2015 schmücken? Diese Frage beantwortet der Stendaler Theaterförderverein am Sonntag, 7. Juni. Dann übergibt er den Preis im Theater der Altmark. An jenem Tag werden zwei weitere Geheimnisse gelüftet: Wie sieht die Trophäe für den Gewinner aus? Wer ist ihr Schöpfer?

Der Theaterförderverein hatte Sekundarschulen und Gymnasien im Kreis Stendal zu einem Wettbewerb aufgerufen, einen Preis zu gestalten, quasi den Oscar für das Theater der Altmark. Das sei aber lediglich ein Arbeitstitel gewesen, macht Sigrid Nellessen vom Förderverein klar. "Der Preis soll keinesfalls den Namen Oscar tragen. Wir suchen einen ganz eigenen. Einige Vorschläge sind schon eingegangen, weitere nehmen wir gern entgegen", sagt sie.

Abgabeschluss war bereits für den Schülerwettbewerb. "Mit der Resonanz sind wir recht zufrieden", macht Nellessen deutlich und verweist auf rund 60 Skulpturen und eine Reihe von Zeichnungen. Sie kommen von der Diesterwegschule Stendal, dem Hildebrand-Gymnasium Stendal, der Karl-Marx-Schule Osterburg, dem Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg und dem Diesterweg-Gymnasium Tangermünde-Havelberg.

Welche Schülerarbeit macht das Rennen? Das tanzende Paar, die Theatermaske, die Theater-Eule, die Operndiva? Der Sieger wird zur Verleihung des Theaterpreises am 7. Juni eingeladen. Zudem darf er sich mit seiner Klasse auf den Besuch eines Jugendstücks im Stendaler Theater oder wahlweise auf ein Klassenzimmerstück freuen.

Doch nicht nur der Schöpfer der Figur oder Zeichnung, die der Theaterpreisträger erhält, darf stolz sein. Das Gros der anderen Schülerarbeiten wird voraussichtlich bis Anfang Juli als Schaufensterausstellung in der Kleinen Markthalle in Stendal (Ecke Hallstraße/Karlstraße) präsentiert. Nellessen: "Das sind so schöne Sachen. Sie müssen der Öffentlichkeit gezeigt werden."