Seit zwei Jahrzehnten gibt es in Tangermünde einen Verein, der sich nicht nur um die Geschichte der Stadt, sondern auch um Kunst und Kultur für die Bürger und Gäste verdient gemacht hat. Anlässlich des Internationalen Museumstages hatte der Museumsverein gestern zu einer Festveranstaltung eingeladen.

Tangermünde l Es sind die kleinen, für viele Tangermünder oft unbemerkten Dinge, für die sich der Museumsverein der Stadt engagiert. Und all diese winzigen Bausteine führten und führen letztendlich dazu, dass die Stadt an der Elbe nach zwei Jahrzehnten Vereinsgeschichte nicht nur für viele Künstler ein heiß begehrter Ort ist, sondern auch von zahlreichen Altmärker ob seines kulturellen Angebotes gern und vor allem immer wieder besucht wird.

38 Mitglieder sind es heute

Während der gestrigen Festveranstaltung im Saal "Königin Luise" in der Schlossfreiheit erinnerte Marlies Köhn, seit 2010 Vorsitzende des Vereins, an die vielen Aktionen und Höhepunkte in 20 Jahren Vereinsgeschichte. Gegründet am 6. April 1995 im Festsaal des historischen Rathauses von 18 Männern und Frauen, zählt der Verein zur Zeit 38 Mitglieder. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch im Verein: Christa Bredefeld, Sigrid Brückner, Hanna Karstedt, Helga Otte, Elisabeth Probst, Marlies Köhn, Rosemarie Schumann und Jürgen Pyrdok. Bis 1997 leitete Karl-Heinz Russ die Geschicke, bis 1999 Raimund Latus, bis 2010 Ingrid Berger.

"Ich hoffe, dass sich der Verein ein bisschen verjüngt, dass sich junge Menschen finden, die sich für ihre Heimatgeschichte interessieren und mitarbeiten wollen", sagte wenig später Historikerin Agnes-Almuth Griesbach. Seit fast 20 Jahren arbeite sie mit Museenleiterin und Archivarin Sigrid Brückner zusammen, etliche Ausstellungen und Kulturangebote haben sie in all den Jahren gemeinsam geplant und umgesetzt.

Norbert Lazay, seit 23 Jahren Vorsitzender des Altmärkischen Heimatbundes, stellte fest: "Sie sind volljährig geworden, vermitteln mit dem Verein Geschichte und schreiben selbst Geschichte, sorgen für Bereicherung der Menschen und Gäste in Tangermünde."

Während über die Leinwand Bilder aus 20 Jahren Vereinsarbeit liefen, gab Marlies Köhn einen kleinen Einblick in all das, was seit 1995 für die Stadt mit der Stadt erreicht wurde. Neben zahlreichen Ausstellungen und Aktionen im Jubiläumsjahr 2009, initiierte der Verein viele Jahren lang monatlich wechselnde Kunstausstellungen in der Salzkirche. Jetzt kann Kunst hier zwei Monate lang bestaunt werden. Jährlich gibt es ein Programm zum Internationalen Museumstag. Konzerte finden statt. Jüngstes "Kind" ist die Klassikreihe, die im Juni zum zweiten Mal Künstler an die Elbe lockt. Außerdem kümmert sich der Verein um die Pflege des Jüdischen Friedhofs sowie der Gräber von Ernst Drong und Fritz Schulenburg. Auch helfen Vereinsmitglieder bei der Absicherung von Öffnungszeiten kultureller Einrichtungen.

2016 gibt es neuen Namen

Angesichts der Vereinsentwicklung soll er im nächsten Jahr einen neuen Namen bekommen, verkündete Marlies Köhn: Kultur- und Museumsverein Tangermünde.

Musikalisch umrahmt wurde die gestrige Feierstunde von dem Musik-Tandem der Musik- und Kunstschule Stendal, Reinhard Zille (Keyboard) und Marc Jacko (Trompete).

 

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