Stendal (bb) l Der Stendaler Skandal um gefälschte Briefwahlunterlagen könnte auch mit Hilfe von Speichelproben gelöst werden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte jetzt, dass entsprechende Proben von Verdächtigen genommen worden waren.

Im Zuge des Wahlfälschungsskandals ermittelt die Staatsanwaltschaft in mehrere Richtungen. Die Version eines Einzeltäters ist lange schon nicht mehr haltbar. Es gibt mittlerweile 13Beschuldigte, wie eine Sprecherin der Volksstimme bestätigte.

Auch die Dimension der Fälschungen ist größer, als vor kurzem noch angenommen. Bisher war von 50 gefälschten Vollmachten ausgegangenen worden. Die Staatsanwaltschaft spricht nun von rund 160 gefälschten Wahlscheinen. Hochgerechnet sind dies 960 Stimmen, die bei der Stadtrats- und Kreistagswahl im Mai 2014 unrechtmäßig abgegeben worden sind. Auch mit Hilfe von Speichelproben soll den Tätern auf die Spur gekommen werden. Als im November