Die Biene und ihre wilde Artgenossin - die Wildbiene - standen gestern in Buch im Mittelpunkt. Ein Ferientag stand im dortigen Umweltbildungszentrum für Groß und Klein unter diesem Motto. Jeder, der Lust hatte, durfte dabei sein.

Buch l Jannik, Chrispin und Dennis sind in Buch zu Hause. Für sie war der Weg zum Thementag rund um die Biene gestern im Bucher Umweltbildungszentrum deshalb ganz besonders kurz.

Nachdem der kleinste von ihnen, Chrispin, in einen Kinder-Imker-Anzug geschlüpft war, um so bekleidet vor den Bienenschaukasten zu treten, führte Uta Neuhäuser, Leiterin des Zentrums für Ökologie, Natur- und Umweltschutz (Zönu), die drei in das Storchenkabinett. Dort hatte Imker Wolfgang Knoblauch jede Menge Interessantes aufgebaut: Bienenwaben zum Anfassen - Waben, die wachsverdeckelt waren, offene Waben, in denen flüssiger Honig zu sehen war, und Waben, an denen er das Nest einer Königin zeigen konnte. Interessiert hörten die drei zu, stellten Fragen und durften letztendlich sogar den flüssigen Honig aus der Wabe probieren, eine Wabe in die Honigschleuder stellen und diese mit der Kurbel bedienen.

Wolfgang Knoblauch, der seit 50 Jahren Imker ist, dieses Hobby von seinem Vater übernommen hatte, ist reich an Wissen um dieses fleißige Tier, seinen Lebensraum, die Sammelleidenschaft, die Honigsorten und Lebensweise. In Bölsdorf und Grobleben stehen die 25 Bienenvölker des Imkers. Je nach Jahreszeit liefern sie Raps-, Lindenblüten- oder Akazienhonig. Verschiedene Sorten hatte der Imker ebenfalls zur Anschauung dabei.

Nach dem Einblick in das Imkerleben betrachteten die drei Bucher Biene, Hornisse, Hummel unter dem Mikroskop, warfen einen Blick auf den großen Bildschirm, der live einen Blick in das Storchennest auf dem Dach lieferte. Zwei Storchenküken schauten hin und wieder aus dem sehr tiefen Nest heraus, das von einem Alt-Storch bewacht wurde.

Auf dem Hof des Elbelandmuseums hatten die Zönu-Mitarbeiter weitere Stationen aufgebaut. Hier wurden aus Holz Wildbienenwohnungen gebaut. Dabei half Gregor Porsche den Besuchern. Er und Jule Hoffmann absolvieren im Zönu ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) und begleiten deshalb jedes Fest oder Programm, das hier angeboten wird.

Auch gefilzt werden durfte gestern auf dem Hof - der Jahreszeit entsprechend kunterbunte Blüten. Nikole Nicolaus half den meisten kleinen Interessenten bei dieser Arbeit. Am Vormittag war eine Gruppe von acht Mädchen und Jungen mit der mobilen Jugendarbeit aus Hindenburg nach Buch gekommen und nutzte fleißig all das Gebotene.

Zeitgleich machte sich Mitarbeiterin Renate Classe mit der ersten Gruppe auf zu einer Wanderung auf die nahe gelegene Streuobstwiese. Am Nachmittag waren Berliner Schüler, die derzeit im Landschulheim zu Gast sind, Besucher des Bienenfestes.

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