Stendal (ta) l Zum Tag der offenen Tür bei der Firma Alstom, dem ehemaligen Raw-Werk in Stendal haben sich gestern viele Besucher eingefunden - vorwiegend ehemalige Mitarbeiter des Raw, die bei einem gemeinsamen Rundgang übers Alstom-Gelände ihre Erinnerungen austauschten. Einer von ihnen war Klaus Lußmann, einst Werksleiter beim Raw.

Raw als Familienbetrieb in Erinnerung geblieben

Für ihn sei der Betrieb, obwohl er über 2000 Mitarbeiter hatte, ein Familienbetrieb gewesen. "Man kannte sich untereinander. Das war einfach so", erzählt er. Für ihn selbst bekommt das Wort "Familienbetrieb allerdings noch eine besondere Bedeutung, denn seine komplette Familie (neben ihm noch zwei Brüder und die Mutter) haben beim Raw gearbeitet. "Das war auch bei anderen Familien so. Vom Großvater bis zum Enkel haben hier tatsächlich ganze Familien gearbeitet. Das ist teilweise sogar heute noch so", erzählt Lußmann.

Gute Zukunftsprognosen bei Alstom

Bei Alstom Stendal (ehemals Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk Stendal, kurz: Raw Stendal) werden Diesellokomotiven instand gesetzt und ältere Streckenlokomotiven modernisiert. Das Unternehmen hat derzeit um die 200 Mitarbeiter. Mit der Bahnreform übernahm die Deutsche Bahn das Werk. Infolge der Umstrukturierungen des Unternehmens wurde es 1998 der DB Regio zugeteilt und war seitdem für die Instandhaltung von Lokomotiven und Triebzügen des Schienennahverkehrs verantwortlich. Es gehört seit Mai 2012 zu 100 Prozent zur Alstom-Lokomotiven-Service GbmH. Mit der neuen Hybridlok H3 sieht die Firma, der auch internationale Aufträge hat, postive Chancen für die Zukunft des Betriebes und die Übernahme weiterer Familiengenerationen.