Stendal. Von einer Frühjahrsbelebung auf dem altmärkischen Arbeitsmarkt zu reden, wäre angesichts der gestern von der Arbeitsagentur herausgegebenen Zahlen übertrieben. Dennoch : Im März gab es 634 arbeitslose Altmärker weniger als im Monat zuvor ( siehe unten stehende Grafik ).

Dass die absoluten Arbeitslosenzahlen zum Beispiel in den Bereichen der Geschäftsstellen Gardelegen und Klötze der Arbeitsagentur nicht die Veränderungen in der Arbeitslosenquote in diesen Bereichen widerspiegeln, liegt daran, dass sich die Zahl der erwerbsfähigen Personen in diesen Regionen im Vergleich zum Vormonat verändert hat, weil Gemeinden oder deren Ortsteile im Zuge der Gebietsreform in neuen Verwaltungsstrukturen zusammenfanden. Die kommunalpolitische Reform, in deren Ergebnis Verbands- und Einheitsgemeinden entstanden, spielt der Arbeitsmarktstatistik hier einen kleinen Streich.

Ungeachtet dessen bleibt es für die Altmark wichtig, dass die Arbeitslosenquote gesunken ist, wenn auch nur um 0, 5 Prozent. Das ist mehr als im Landesdurchschnitt.

Eine Prognose zur weiteren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gibt die Stendaler Arbeitsagentur dennoch nicht ab. Es bleibe abzuwarten, wie sich die allgemeine konjunkturelle Entwicklung auf die konkrete Auftragslage der Firmen in den kommenden Monaten auswirken wird. Die Hoffnung ist, dass ein Mehr an Aufträgen für heimische Firmen auch mehr Arbeitsstellen bringen wird.

Eine Entwicklung, die vor allem der Landkreis Stendal bitternötig hätte, denn nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit hier ( 17, 4 Prozent ) mit am höchsten im Land. Schlechter steht nur noch der Landkreis Mansfeld-Südharz ( 17, 9 Prozent ) da.

Der Altmarkkreis Salzwedel hingegen hat mit 12, 6 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Sachsen-Anhalt. Sie ist nur im Landkreis Börde um zwei Prozent geringer.