Artisten vom Zirkus "Flip Flop" ließen in der Bilingualen Grundschule "Altmark" die Kinderherzen höher schlagen. Mit wenig Equipment zauberten sie eine wunderbare Show – und brachten einen ganz besonderen Gast mit, den die Mädchen und Jungen sofort ins Herz schlossen: Hund Robbie.

Stendal. Er ist schwarz-weiß gefleckt, sieht aus wie Snoopy: Als Robbie durch die Turnhallentür der Bilingualen Grundschule Atmark tippelt, lachen alle 180 Kinder. Sie freuen sich über den quirligen Dackel, den die Artisten vom Zirkus "Flip Flop" am Freitagmorgen in die Schule mitgebracht haben.

Artist Jason holt einen Hula-Hoop-Reifen hervor und lässt Robbie immer wieder hindurchflitzen. Die Grundschüler brechen in lautes Gelächter aus. "Welches Kind will jetzt mal den Reifen halten?", fragt Natascha Sperlich vom Zirkus "Flip Flop". Fast alle Arme schießen in die Luft: "Ich will, ich will", rufen sie. Ein Mädchen und ein Junge werden ausgewählt. Sie halten nun zwei Reifen, durch die Robbie springen soll. Der Hund nimmt diese Hürde mit Leichtigkeit. Genauso wie vier hintereinander aufgestellte Barrieren. Damit beeindruckt der Dackel die Kinder mächtig. "Boah, toll", flüsterten sie sich auf den Rängen zu.

Clown Beppo ringt um sein Glas Wasser

Ähnlich beliebt: Clown Beppo. Eigentlich will der nur in Ruhe seine Zeitung lesen und ein Glas Wasser trinken. Doch immer wieder kommt Artistin Jamie hinter ihm angeschlichen und trinkt es einfach aus. Beppo greift zum Glas und bemerkt, dass es leer ist. "Wer war das?", will er wissen und blickt sich in der großen Kinder-Runde um. "Hinter dir, hinter dir", rufen die Schüler im Chor.

Doch all die Hinweise helfen nicht. Beppo kann den Dieb nicht enttarnen, der übrigens "Schlangenfrau" Jamie ist. Und die nennt sich so, weil sie ziemlich biegsam ist. Jamie schmiegt sich an einen Reifen, der von der Decke herabhängt. Nur mit den Kniekehlen hält sie sich daran fest. Kurz darauf wechselt sie in eine ziemlich gewagte Position: Einen Fuß hängt sie in eine Schlaufe, die am Reifen befestigt ist, den anderen Fuß stemmt sie gegen den Reifen. Kopfüber hängt sie nun einige Meter über dem Boden. Die Gesichter der Lehrer und Kinder erstarren. Offene Münder, die nur noch "Ohs" und "Ahs" hervorbringen.

Balancieren und Jonglieren

Auch Artist Jason liefert eine spektakuläre Show ab: Er balanciert einen Tisch auf seinem Kinn. Schließlich hakt er drei Stühle ineinander und hebt auch sie auf diese Weise an. Außerdem ist er Jongleur und verwendet dafür Messer und Kegel. Auch in diese Nummer werden die Kinder einbezogen, natürlich nicht mit so schwerem Geschütz.

Sie sollen Bälle in die Luft werfen. "Lisa, Lisa, Lisa", feuert Lore ihre Freundin an. Danach ist sie selbst dran und versucht, zwei Plastikringe abwechselnd aufzufangen. "Das Jonglieren hat mir Spaß gemacht. Ich finde es schön, etwas vorzuführen", freut sich die Neunjährige hinterher. Aber auch etwas vorgeführt zu bekommen, war ganz im Sinne der Kinder. Denn als Natascha Sperlich fragt: "Wollt ihr noch eine Zugabe?", rufen alle Kinder "Jaaaa!" Und dann verabschieden sich die Artisten mit vier Mini-Auftritten von den Schülern.

   

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