Von Axel Junker

Schönfeld. Mit dem Verkauf der ehemaligen Gutskirche in Schönfeld hat sich am Donnerstag der Gemeindekirchenrat von Schinne befasst. Drei Käufer hatten ihr Interesse bekundet – neben zwei privaten auch der Förderverein "Freunde der Gutskirche Schönfeld". Den Zuschlag bekam eine Familie aus München. Das bestätigte gestern das Kreiskirchenamt Stendal.

In der 88-Seelen-Gemeinde Schönfeld (bei Stendal) stehen zwei Kirchen: eine spätromanische Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und die ehemalige Gutskirche (1885 fertiggestellt). Letztere ist seit Jahrzehnten ungenutzt und mittlerweile dem Verfall preisgegeben. Der Gemeindekirchenrat hatte neben dem Verkauf zwischenzeitlich auch den Abriss der Kirche beschlossen.

Im August 2010 hatte sich der Verein "Freunde der Gutskirche Schönfeld" gegründet. Schnell erreichte er eine Mitgliederzahl von über 100 und hatte laut Vereinsvorsitzendem Felix Meister jüngst "175 000 Euro zusammen, mit denen die Notsicherung der Kirche realisiert werden kann". Der Förderverein wollte die Backsteinkirche erhalten, aber nicht Eigentümer werden. Für Kirchenkreis und Kirchspiel kam aber nur ein Verkauf in Frage. Der neue Besitzer steht nun seit Donnerstag fest.

Hubertus von Rundstedt, dessen Familie die Gutskirche in Schönfeld erbauen ließ, durfte am Donnerstag als Gemeindekirchenratsmitglied und zugleich Vorstandsmitglied des Fördervereins an der Entscheidung über den Verkauf der Kirche nicht mitwirken. Ob es zu einer Zusammenarbeit des künftigen Eigentümers der Schönfelder Backsteinkirche und dem Förderverein kommen wird, war gestern von den Beteiligten nicht zu erfahren.