Gestern erfolgte in der Bismarker Sekundarschule der Startschuss für den "Tag der Berufe" am 16. März im Landkreis Stendal. Zahlreiche Unternehmen öffnen an diesem Tag ihre Türen und lassen Jugendliche ab der 7. Klasse hinter die Kulissen schauen.

Bismark. Marcel Vincenz (14) hat bereits ein Praktikum in einer Buchhandlung absolviert. "Das hat mir nicht gefallen", schätzt der Bismarker ein. Er interessiert sich mehr für den Tiefbau, so der 14-Jährige gestern in der Bismarker Sekundarschule. "Genau da-rum geht es beim Tag der Berufe", erklärte Marina Kermer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stendal, den Bismarker Neuntklässlern. Man sollte nicht nur wissen, was einem liegt, man sollte auch herausfinden, was einem nicht gefällt.

Marina Kermer gab gestern den Startschuss zum landesweit vierten "Tag der Berufe" am 16. März. 77 altmärkische Unternehmen haben bisher der Arbeitsagentur ihre Mitwirkung zugesichert. An ihrem letzten Schultag vor den Winterferien erhielten gestern die Bismarker Schüler stellvertretend für alle Jugendlichen ab der 7. Klasse ein Anmeldepa-ket für den "Tag der Berufe". Darin enthalten sind neben Infomaterial und Anmeldebogen auch ein Elternbrief sowie die Firmenliste. Anmeldeschluss ist der 28. Februar.

"Nur der Jugendliche, der weiß, welche Anforderungen an den Beruf gestellt werden, kann sich optimal auf die Berufswahl vorbereiten und einen späteren Ausbildungsabbruch verhindern", warb Marina Kermer vor den Neuntklässlern für die Teilnahme. Wobei sie auf die aktuell "sehr gute Chance" auf einen Ausbildungsplatz hinwies. Vor fünf Jahren hätte es noch fünf Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz gegeben, aktuell ist das Verhältnis eins zu eins. Jetzt sei es an den Jugendlichen, den richtigen Beruf herauszufinden.

"Die Berufsorientierung beginnt bei uns an der Schule ab der 7. Klasse", erklärte gestern Birgit Smirnow, die dafür an der Bismarker Sekundarschule verantwortlich zeichnet. "Dabei bieten wir die gesamte Bandbreite", so Smirnow. Ob BiZ (Berufsinformations-Zentrum)-Rallye, Sprechstunden der Arbeitsagentur, die erfolgreiche Teilnahme am BRAFO-Projekt (Berufswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren) oder der regelmäßige Kontakt zu Bismarker Firmen – die Sekundarschule ist überall am Ball. Das Wahrnehmen der Angebote der Agentur für Arbeit in Sachen Berufsorientierung freute natürlich Marina Kermer. Genau wie die Tatsache, dass über die Hälfte der Schüler der 9a schon genau wusste, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Marcel Vincenz will am 16. März bei einer Tiefbaufirma in Osterburg hinter die Kulissen schauen.

www.tagderberufe.de