Ein junger Mann ist am Freitagvormittag gegen 10 Uhr schwerstverletzt auf dem Dach über dem Eingangsbereichs eines Elfgeschossers an der Stadtseeallee in Stendal gefunden worden. Vermutlich ist er von einem Balkon im 8. Stockwerk gestürzt. Er wurde per Hubschrauber ins Klinikum Magdeburg geflogen. Sein Zustand ist lebensbedrohlich.

Stendal. Als sich der Rettungshubschrauber am Freitagvormittag mitten auf der abgesperrten Kreuzung Stadtseeallee/Adam-Ileborgh-Straße niederlässt, strömen zahlreiche Schaulustige herbei. Sie erleben mit, wie ein junger Mann aus einem Rettungswagen vorsichtig in den Helikopter umgeladen wird. Kurz darauf hebt der Hubschrauber ab, um den 23-Jährigen ins Klinikum Magdeburg zu fliegen. "Der Patient ist schwerstverletzt, lebensbedrohlich", gibt Klinik-Pressesprecherin Heike Gabriel wenig später der Volksstimme Auskunft.

Was wenige hundert Meter von der Kreuzung entfernt, an der Rückseite des Elfgeschossers an der Stadtseeallee, passiert war, liegt noch weitgehend im Dunkeln. Gegen 10 Uhr war der Polizei gemeldet worden, eine Person sei aus dem Hochhaus gesprungen. Die herbeigeeilten Rettungssanitäter, Notarzt, Feuerwehrleute und Polizeibeamten fanden den jungen Mann mit schwersten Verletzungen auf dem Dach des Eingangsbereichs der Hausnummer 22 liegend vor. In einem Rettungswagen wurde er erstversorgt.

"Er ist vermutlich von einem Balkon aus dem 8. Stockwerk gestürzt", sagte Stendals Revierleiter Olaf Wichmann vor Ort der Volksstimme. Gesehen habe das nach bisherigem Ermittlungsstand aber niemand. Noch sei auch nicht klar, ob der junge Mann in dem Haus wohne. Der Balkon im 8. Stock ist keiner Wohnung zugeordnet und normalerweise verschlossen.

Manches deutet also auf einen Suizidversuch hin. Zumindest "liegen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vor", hieß es in einer Mitteilung der Polizei vom Freitagnachmittag.

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