Die Gemeinde Rochau gehört seit 46 Jahren zu den Karnevalshochburgen in der Altmark. Über 200 Besucher verfolgten am Sonnabend die letzte Abendveranstaltung und tanzten nach einem abwechslungsreichen Programm bis in die tiefe Nacht. Zudem nahm Präsident Rolf Klees Abschied von Prinz Martin. Nach 45 Jahren geht er in den Karnevalsruhestand.

Rochau. Lautstark eröffnete am Sonnabend Stefan Arndt die letzte Abendveranstaltung des Rochauer-Carnevals-Vereins (RCV). Dazu brauchte er kein Mikrofon, sondern hatte mit Kanone ein überzeugendes Argument. Im ersten Konfettiregen marschierte der Elferrat in die Mehrzweckhalle ein und nahm auf ihren Thron auf der Bühne Platz. RCV-Chef Rolf Klees begrüßte noch schnell die Ehrengäste, und nach einem Prosit waren die Funken mit ihrem "Banditengalopp" an der Reihe.

Wichtiger Bestandteil des Rochauer Karnevals sind aber auch die Sänger, die unter der Leitung von Christine Quast immer wieder ein neues Gesangsprogramm einstudieren. In diesem Jahr begannen sie mit Durchhalteparolen wie "Wir gehen nicht nach Hause und machen keine Pause", ließen die musikalischen Fetzen fliegen und sangen "Adio, Adio Mexiko". Nach dem Musikfeuerwerk schlüpfte Prinz Martin Riep in seine Sketchrolle und sprach mit Tochter Bianca Riep über Gott und die Welt. Dabei kamen sie zu neuen Erkenntnissen. "Es gibt gute Ehen, und es gibt andere, die dauern das ganze Leben", sagte Martin, während seine Prinzessin und Ehefrau Eva Riep schmunzelnd im Elferrat Platz genommen hatte. Ihren Namen hatte Martin jedoch nicht mehr parat. "Naja erst wollte ich sie nicht verletzten und hab sie nie mit ihrem Namen angesprochen und dann habe ich ihn vergessen", sagte der Sketchvater. Nach diesem Auftritt nahm er mit seiner Eva wieder auf dem Königsbalkon Platz und bejubelte das Männerballett.

In ihrer ersten Tanzrunde zeigte es eine Hommage an den verstorbenen King of Pop "Michael Jackson". Die Tänzer überzeugten mit Rückwärtsschritt, gewagten Kostümen und gelebter Tanzfreude. Das Publikum war begeistert und forderte gleich zwei Zugaben.

Nach soviel Action war es Zeit für etwas Zärtlichkeit. Martin und Eva Riep eröffnete unter dem Donnern der Kanone die Kussfreiheit und tanzten zum Abschluss noch einen Walzer. Dann waren die Sänger wieder an der Reihe und formulierten mit ihren Worten, wie eine festliche Woche gestaltet werden muss. Lustig war jeder Tag allemal; bei Bier und Korn zum Abend.

<6>Zu den tänzerischen Höhepunkten gehörte der zweite Auftritt der Funkengarde mit ihrer Ultra-Show zum Disko-Titel "You & I", die nur mit Schwarzlicht beleuchtet wurde. Doch die überzeugten, bekamen tosen Beifall und gaben selbstverständlich eine Zugabe.

Zum Finale der letzten Abendveranstaltung kam Zeremonienmeister Frank Bräuer als "Urlauber" auf die Bühne und berichtete von seinen Pleiten während der schönsten Zeit des Jahres. Außerdem tanzten die Männer zu "Umbrella" als Mann und Frau und die Funken zeigten, wie der "Charleston" funktioniert wird. Zum Abschluss kamen alle Mitwirkenden auf die Bühne.

   

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