Stendal (VS). Das 5. Sinfoniekonzert des Theaters der Altmark spielt die Kammersymphonie Berlin am Mittwoch, 23. Februar, um 19.30 Uhr im Großen Haus. Die musikalische Leitung hat Jürgen Bruns. Die Solistin des Abends ist die Pianistin Tatjana Blome.

Die Kammersymphonie Berlin wurde 1990 von Mitgliedern des Berliner Sinfonie-Orchesters, der Staatskapelle Berlin und Musikern der Orchester der Komischen und der Deutschen Oper gegründet. Innerhalb kurzer Zeit schufen sie sich einen Namen im Berliner Konzertleben und darüber hinaus. Das junge Orchester unter seinem Künstlerischen Leiter Jürgen Bruns machte sich neben dem klassischen Repertoire hochrangige, aber wenig gespielte Orchestermusik zum Anliegen.

Mit der Musik europaweit unterwegs

Das Stendaler Sinfoniekonzert beginnt mit einer Bearbeitung eines Werkes von Johann Sebastian Bach. Der Komponist Ernst Toch orchestrierte Präludium und Fuge des Barockmeisters aus der Solosonate Nr. 3 für Streichorchesterbesetzung. Im Anschluss erklingen zwei Kompositionen von Ernst Toch, die Sinfonietta für Streicher op. 96 und Wolfgang Amadeus Mozarts Variationen über "Unser dummer Pöbel..." (KV 455).

Der in Wien 1887 geborenen Ernst Toch studierte zunächst Medizin und Philosophie, bevor er sich mit den Werken von Wolfgang Amadeus Mozarts auseinandersetzte und dadurch selbst zur Komposition fand. 1910 erhielt er den Mendelssohn-Bartholdy-Preis für Komposition, der ihm ein Musikstudium in Mannheim ermöglichte.

Die Solistin des Abends, die Pianistin Tatjana Blome konzertiert europaweit mit Orchestern als Solistin und in Recitals. Daneben ist sie Mitglied im Ensemble Classique und spielt gemeinsam mit dem Saxophonisten Frank Lunte im Duo Blome-Lunte.

Der Konzertabend schließt mit der Sinfonie Nr.4, die "Italienische", von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der wiederum seine musikalischen Anregungen durch Johann Sebastian Bach erhielt. Somit schließt sich thematisch der Kreis zum Eingangsstück und verspricht einen spannenden Sinfoniekonzertabend.