Stendal. Sie hatten den Besuchern einiges zu erzählen und zu zeigen, die angehenden Kfz-Mechatroniker im dritten Lehrjahr: Thomas Nadolle aus Osterburg, Benjamin Lüdtke aus Fischbeck und Patrick Skal aus Stendal. In der gut ausgestatteten Kfz-Werkstatt des Stendaler Berufsschulzentrums kümmerten sie sich am Tag der offenen Tür am Sonn-abend um diejenigen, die mit dem gleichen Berufsweg liebäugeln, den auch sie eingeschlagen haben. Und sie machten den jungen Interessenten und deren Eltern durchaus Mut.

"Die Chancen, danach Arbeit zu finden, sind gar nicht so schlecht", sagte Thomas Nadolle. Er selbst werde von seinem Ausbildungsbetrieb zwar nicht übernommen, das sei aber von vornherein klar gewesen. Thomas will nach der dreieinhalbjährigen Lehre das Fachabitur in Angriff nehmen - ebenfalls am Stendaler Berufsschulzentrum -, um später studieren zu können.

Vom Berufsvorbereitungs- oder -grundbildungsjahr für Schüler ohne Schulabschluss oder Ausbildungsplatz über die verschiedenen Berufsfachschulen bis zum Fachgymnasium, das zur Hochschulreife führt - die Berufsbildenden Schulen I und II an der Schillerstraße in Stendal haben eine Menge zu bieten, um jungen Leuten Wege in die Zukunft zu öffnen. Zahlreiche Schüler, die meist mit ihren Eltern kamen, informierten sich am Sonn-abend über die Möglichkeiten.

Die beiden Schulleiter Lothar Bätz und Jörg Hagge gaben den Besuchern im Foyer der Sporthalle zunächst einen Überblick über das breite Spektrum ihrer Schulen und schickten sie dann auf den Rundkurs zu den Unterrichtsräumen und Werkstätten, wo Auszubildende und Schüler, Pädagogen und Ausbilder mit vielen Informationen auf sie warteten.

Informationsstände von Arbeitsagentur und Kreishandwerkerschaft, von Ausbildungsbetrieben und vom Wohnheim des Landkreises ergänzten das Angebot.

Jeweils 1400 Schüler besuchen derzeit die beiden berufsbildenden Schulkomplexe des Landkreises, etwa 200 weniger als im vergangenen Jahr. In diesem Jahr, so Schulleiter Jörg Hagge von den BbS II im Gespräch mit der Volksstimme, gehe die Erzieherausbildung in der Berufsfachschule Sozialpädagogik offiziell in Betrieb.