Stendal. Dass der politische Aschermittwoch für die CDU im Landkreis Stendal in diesem Jahr auf einen Freitag fiel, hat sie einem der Spitzenmänner in Angela Merkels Regierungsmannschaft zu verdanken. Volker Kauder war der Einladung in die Altmark gern gefolgt, aber terminlich eben nur am 4. März verfügbar. Nicht, dass die ostaltmärkischen Christdemokraten ihm das übel genommen hätten. Im Gegenteil.

Unglaubliches geleistet

Der blasmusikalisch untermalte Empfang im Saal des Schwarzen Adlers war herzlich, der Beifall ehrlich. Letzteren gab es an diesem Abend für und mit Volker Kauder nicht nur dann, wenn er mit den Mitbewerbern um bundes- und landespolitische Macht ins Gericht ging. Applaus gab es bereits nach den ersten Sätzen, die Kauder aus der Bütt in den Saal schickte: "Ich bin ein Fan der Menschen in den neuen Ländern, die in den vergangenen 20 Jahren unglaubliches geleistet haben. Und ich bin gerne hier, um ihnen im Wahlkampf zu helfen." Wobei sich letzteres natürlich vornehmlich auf die Sachsen-Anhalter in den Reihen der CDU bezog. Dass es nur dieser Partei zuzuschreiben sei, dass sich Sachsen-Anhalt aus einem Tal herausgekämpft habe und nun ein aufstrebendes Bundesland sei, daran ließ der Wahlkampfhelfer aus dem Muster-Ländle Baden-Württemberg keinen Zweifel: "Seit acht Jahren ist Sachsen-Anhalt auf Erfolgskurs und auf dem soll es auch weitergehen. Es geht darum, dass dieses Bundesland vorne bleibt, wo es dank der CDU jetzt steht."

Dafür - das gelte für den Bund wie für Sachsen-Anhalt - brauche das Land eine starke Wirtschaft, die auch in die Lage versetzt werden müsse, Gewinne zu erarbeiten. Und es brauche eine intakte Infrastruktur. Kauder, an die Adresse der A-14-Gegner gerichtet: "Wir brauchen gute Straßenverbindungen. Wer das torpediert, geht der Wirtschaft an den Kragen."

Im Themenstrauß, den Kauder den Altmärkern präsentierte, fehlte dann auch die Energiepolitik nicht. Grüne, SPD und Linke wollten erneuerbare Energien um jeden Preis. Den aber wolle die CDU und könnten die Bürger nicht bezahlen. So lange die erneuerbaren Energien nicht reichten, um dem Land Energiesicherheit zu garantieren, Kauder veranschlagte einen Zeitraum von 20 Jahren, brauche das Land den Energiemix, sprich auch die gerade jetzt billig produzierbare Kern- energie. Verhinderer solcher Politik dürften "nicht mal in die Nähe von Regierungsverantwortung", gab Volker Kauder den ostaltmärkischen Christdemokraten mit auf den Wahlkampfweg.

Altmark voranbringen

Dass dieser Weg zum Sieg der CDU in Sachsen-Anhalt führern wird, war Grundüberzeugung im Saal. Hardy-Peter Güssau, als Stendaler CDU-Direktkandidat Gastgeber dieses Abends, unterstrich das dick. Das Land und die Altmark weiter voranzubringen, dafür trete er an. Und in diesem Ziel sah er sich mit den ebenfalls anwesenden Mitkandidaten seiner Partei aus dem Wahlkreis Havelberg-Osterburg, Nico Schulz, und dem Wahlkreis Genthin-Tangermünde-Tangerhütte, Detlef Radke, einig.