Stendal. Insgesamt 667 Jugendliche, davon 229 Mädchen, sind in 80 Jugendwehren im Landkreis Stendal aktiv. Rund 60 Abordnungen dieser Wehren trafen sich am Sonnabend bei der Freiwilligen Feuerwehr Stendal, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und nach vierjähriger Amtszeit einen neuen Vorstand zu wählen. In Anwesenheit des Landrates Jörg Hellmuth, des Kreisbrandmeisters Dieter Bolle, des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Dr. Ringhard Friedrich, des Bezirksbrandmeisters Michael Geffers und Mitgliedern des Fördervereins verwies Kreisjugendwart Klaus Hörnke in seinem Rückblick auf die unterschiedlichsten Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses.

So betonte er erfreut, dass die Jugendwarte und Betreuer im zurückliegenden Berichtszeitraum 863 Tage für die Freizeitaktivitäten wie Zeltlager, Fahrten und ähnliches mehr aufbrachten, 4512 Stunden in die feuerwehrtechnische Ausbildung sowie 4421 Stunden in die allgemeine Jugendarbeit investiert haben.

Der zusätzliche Zeitaufwand der Betreuer in Aus- und Fortbildung sowie in die Vor- und Nachbereitung von Diensten und Veranstaltungen beliefen sich im gesamten Landkreis auf 46884 Stunden.

Hörnke erinnerte an den Orientierungsmarsch vorigen April in Badingen, an dem 27 Mannschaften teilnahmen und Insel als Sieger hervorging. Die Heerener waren die Besten beim Jugendfeuerwehrtag. Im Oktober 2010 richtete die Tangermünder Wehr die Stadtrallye aus, an der sich 27 Mannschaften beteiligten. Nach einem Stechen wurden die Blauröcke aus Miltern als Sieger geehrt. Gern erwähnte der Kreisjugendwart die erlebnisreichen Tage im Zeltlager in Wischer und die Tatsache, dass im vergangenen Jahr der Nachwuchs die Bedingungen für die Jugendflamme Stufe I 154-mal und die Stufe II neunmal erfüllt hat. Zwei Bewerber möchten die Aufgaben für die Leistungsspange erfüllen.

Trotz dieser erfreulichen Bilanzen waren die Verantwortlichen enttäuscht, dass oftmals Meldetermine nicht eingehalten wurden und die Beteiligung am Pokallauf in Buch mit nur sieben Mannschaften mangelhaft war. Spontan erklärte sich der Landrat bereit, am kommenden Lauf aktiv mitzuwirken, wofür er natürlich Beifall erntete. Diesen erhielt er auch, als er mitteilte, dass mit Unterstützung der Sparkasse und des Arbeitsamtes die beliebten und notwendigen Brandschutzunterweisungen in den Kitas und Schulen für weitere zwei Jahre weitergeführt werden können.

Alle Gastredner lobten in ihren kurzen Begrüßungsreden die vielen Bemühungen, Nachwuchs für die Wehren zu gewinnen. In diesem Zusammenhang teilte die Fachbereitsleiterin für die Jugendwehren, Ulrike Totz, mit, dass die Begeisterung für das Wirken der Blauröcke bei den Kindern ungebrochen ist. So erwähnte sie, dass schon rund 118 Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und zehn Jahren in 15 Kinderwehren altersgerecht von erfahrenen Kameraden und Betreuern unterwiesen werden. Bevor die Gäste mit den Vorhaben in den kommenden Monaten vertraut gemacht wurden, stand die Wahl der Leitung der Kreisjugendwehr auf der Tagesordnung. Dazu gehören: Klaus Hörnke (Vorsitzender), Olaf Bochmann (Stellvertreter), Kristin Fels (Schriftführer), Antje Hertel (Kassenwart), Ulrike Totz (Leiterin Kinderfeuerwehr) und Cindy Hellmerich (Stellvertreterin).