Die Bauarbeiten für eine neue Tank- und Raststätte im Gewerbegebiet Lüderitz, direkt neben der B 189, haben begonnen. "Diese Fläche ist seit 1991 als Tankstelle vorgesehen. Wenn man Visionen hat und daran festhält, dann lässt sich das auch irgendwann realisieren", sagt Edith Braun in ihrer Funktion als heutiges Stadtratsmitglied und als frühere Bürgermeisterin von Lüderitz.

Lüderitz. Die drei Metallstützen auf dem Eckgrundstück an der Einfahrt zum Lüderitzer Gewerbegebiet, an denen jetzt die Schilder der Raiffeisen-Tank- und Raststätte angebracht sind, stehen schon seit 1991 für diese Aufgabe bereit. Damals sei im Rahmen der Planung des Gewerbegebietes schon die Nutzung ausschließlich für eine Tankstelle festgelegt worden. "Weil es nur hier Sinn machte", sagt Edith Braun.

Mit dem örtlichen Kindergarten und dem damaligen Landrat hatte sie, damals noch als Bürgermeisterin, den ersten Spatenstich für das Gewerbegebiet gesetzt. Wie lange der Bau einer Tankstelle auf sich warten lassen würde, ahnte damals noch niemand.

Durch die Hände mehrerer Besitzer, davon eine private und einige große Tankstellenketten, sei das Grundstück gegangen, erzählt sie. Und sie erinnert sich daran, wie viele Anträge und Beratungen, wieviel Überzeugungsarbeit nötig gewesen waren, um das Gewerbegebiet einrichten zu können.

Dort, wo früher nur das "Weizenland" gewesen war, mussten Eigentümer zum Verkauf bewegt, Fördermittel organisiert und vieles bedacht werden. "Alle Landflächenbesitzer haben damals zum gleichen Preis verkauft, das war auch ein hartes Stück Arbeit", sagt Edith Braun.

Fertigstellung im August geplant

Und nun, endlich, wird gebaut. "Ich bin heute 60 Jahre alt und es freut mich unheimlich, dass die Ideen und Visionen von damals nun umgesetzt werden können." Sicher habe auch der geplante Bau der Autobahn A 14 einen Teil dazu beigetragen, dass nun doch noch eine Tankstelle mit Raststätte und Lkw-Stellplätzen entsteht. Bei der direkten Lage neben der B189 und der geplanten Autobahnabfahrt Lüderitz ein idealer Standort, findet sie. Im August soll die Tankstelle fertig sein.

Die Autobahn selbst habe die Gemeinde, heute Ortschaft, Lüderitz immer begrüßt, auch wenn man nach wie vor auf der Forderung nach einer Erweiterung des geplanten Schallschutzes auf die gesamte Ortslage Lüderitz bestehe.

"Wir sind in Gesprächen mit dem Bauministerium", sagt Edith Braun. Und: "Wir wollen, dass für die Bürger die Lebensqualität erhalten bleibt, man muss nämlich auch die Spezie Mensch im Artenschutz berücksichtigen!"

Im Rahmen der Bauarbeiten sei übrigens an der benachbarten Straße im Gewerbegebiet ein Parkverbot eingerichtet worden. Dort soll es demnächst auch Knöllchen geben, wenn Baufahrzeuge weiter behindert werden sollten, betont sie.

 

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