Stendal (bi). Angela Merkel, Bill Gates, Lena Meyer-Landrut. Leere Seiten in ihren Terminplanern? Gibt\'s nicht! Genauso ist es bei den SchmaZ-Schülern der Komarowschule. Naja, fast. Erst am Montag besichtigten sie die Redaktion der Stendaler Volksstimme - und waren mit Bericht und Foto im Blatt. Gestern hatten sie Besuch von einem Sponsor des SchmaZ-Projekts: Die AOK war da - vertreten durch Wilko Petermann, Mitarbeiter der Pressestelle.

"Ich habe auch eine junge Dame mitgebracht, die euch etwas zu den Gefahren sozialer Netzwerke erzählt", begrüßte Petermann die Klasse 8a und fühlte sich sichtlich wohl zwischen den Jugendlichen. Die junge Dame, die Petermann mitbrachte, heißt Jessica Klingler und arbeitet für die Einrichtung "zone! - der Medientreff". Sie warf den Beamer an und zeigte Profile von Personen, die sich zum Beispiel bei Facebook oder StudiVZ "Püppi, die Geile" oder "Jason" nennen.

Fotos in freizügigen Posen, von jedem einsehbare Informationen, zu viele private Angaben oder Äußerungen wie "Ich hasse meine Arbeit" seien sehr problematisch. Vor allem, wenn Personen Zugang zu solchen Daten erhalten, die einem schaden wollen. Oder gar der künftige Arbeitgeber, dem das gar nicht gefallen dürfte. "Es gibt aber auch in einigen Netzwerken Teams, die überprüfen, was die Nutzer hochladen, und es dann nicht veröffentlichen", wirft Maria Lindekugel (14) ein. Allerdings sei das eher noch selten der Fall. "Wichtig sind auch die Privatsphäre-Einstellungen", so Klingler. Dann klappt\'s auch mit dem Netzwerken.