Das Programm zum 15. Altmärkischen Heimatfest in Arneburg am 13. bis 15. Mai steht weitestgehend. Die Organisatoren können sich aber noch lange nicht zurücklehnen. Viel ist noch zu tun. Auch Evelyn Jordan und Marita Klabschus haben noch viel zu erledigen. So steht beispielsweise die Nähmaschine kaum mehr still. Wimpel als Festschmuck und Kostüme für den Festumzug werden genäht.

Arneburg.Die Vorbereitungen zum 15. Altmärkischen Heimatfest in Arneburg vom 13. bis 15. Mai laufen auf Hochtouren. Seit Monaten ist das Festkomitee mit der Organisation beschäftigt. "Das Altmärkische Heimatfest braucht schon eine immense Vorbereitung, dass schüttelt die Stadt nicht so einfach aus dem Ärmel", erklärt Bürgermeister Lothar Riedinger.

Auch wenn das Programm im Gros bereits steht, bis unmittelbar vor Festbeginn gibt es noch viel zu tun. Ein Lastkraftfahrzeug wird die vorgesehene Strecke des Festumzuges abfahren, um zu ermitteln, ob die großen Festwagen an allen Stellen die Stadt passieren können. "Parkplätze sind zu organisieren, Toilettenwagen aufzustellen und nicht zuletzt sind die Brandschutzbestimmungen einzuhalten und müssen kontrolliert werden", zählt das Stadtoberhaupt auf.

Extra für die Vorbereitungsphase wurden der Stadt von Juni 2010 bis Ende Mai 2011 zwei Mitarbeiterinnen von der Arge bereitgestellt: Evelyn Jordan und Marita Klabschus.

Evelyn Jordan ist mit den verwaltungstechnischen Aufgaben betraut, sie nimmt Kontakt zu den Akteuren auf.Marita Klabschus half ihr zunächst dabei. Seit Herbst vergangenen Jahres sitzt sie aber an der Nähmaschine.

Die Arneburgerin, die ursprünglich aus Groß Garz stammt, ist damit beschäftigt, Wimpel für den Festschmuck und Kostüme für den Festumzug anzufertigen. "Ein paar Kilometer Wimpelkette habe ich schon geschafft", berichtet sie stolz. Zum Schmücken der Breiten Straße ist alles schon fertig und in beschrifteten Kartons verstaut. Um die restlichen Wimpel und die Kostüme herzustellen, bleibt Klabschus nicht mehr viel Zeit. Sie weiß, dass ihre reguläre Arbeitszeit nicht ausreicht. "Ich sitze oft auch nach Feierabend in der Nähstube", erklärt sie. Und: "Das mache ich aber gern", fügt sie lächelnd hinzu. Für Marita Klabschus ist das keine Frage. Anerkennung ist für sie, wenn sie mit ihrer Dekoration zum Gelingen des Festes beiträgt und sich die Leute freuen und amüsieren.

Ihre Nähstube hat sich die gelernte Verkaufsstellenleiterin im hinteren Gebäude des Rathaushofes, neben dem Seniorenklub, eingerichtet. Mitgebracht hat sie ihre eigene Nähmaschine. "Mit der kenne ich mich aus", begründet sie.

Derzeit fertigt sie Kostüme zur Darstellung einer vorzeitlichen Sippe an. Für fünf Männer, fünf Frauen und fünf Kinder entstehen Überwürfe aus Sackstoff. Außerdem verwendet Klabschus Leder, Überreste alter Gürtel und ausgediente Badvorleger. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört außerdem das Ausstaffieren der Umzugswagen. So gestaltet sie beispielsweise einen Wagen so, dass er die Fähre darstellt.