Von Susanne Moritz

Stendal. Das Feuerwehrmuseum in Stendal hat seinen Fuhrpark erweitert. Vorige Woche sind eine 70 Jahre alte Drehleiter und ein 72 Jahre altes Löschfahrzeug auf das Gelände an der Arneburger Straße gefahren worden.

Beide Oldies sind in Kooperation mit dem Jobcenter in Magdeburg und der Teutloff GmbH in den vergangenen sechs Monaten in Magdeburg von Grund auf restauriert worden. Jedes Teil ist im Original an seinem Platz. Und wie sie da so in der Sonne leuchten in ihrem speziellen, damals verwandten Rubin-Rot sehen sie aus, "als wären sie gerade vom Band gelaufen", wie Museumsleiter Michael Schneider schwärmt.

Und weil die Detailtreue den Männern vom Museum so wichtig ist, fehlt dem Löschfahrzeug als Einziges noch der große Mercedesstern vor der Motorhaube. Dessen Originaldurchmesser weicht vom heutigen Standart ab und ist nur noch als Liebhaberstück für Geld, das das Musum nicht hat, zu haben. Schneider und seine Mannen verzichten dann lieber.

Die Drehleiter, so weiß er zu berichten, wurde 1940 bei der Feuerlöschpolizei in Magdeburg in Dienst gestellt und war bis in den 70er Jahren im Einsatz. Das Löschgruppenfahrzeug kaufte 1938 die Stadt Schönebeck. Es ist jetzt das dienstälteste Fahrzeug des Museums. Beide Autos sollen zugelassen und am 1. Mai am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Stendal erstmals öffentlich präsentiert werden. Wen schon vorher die Neugier packt, der ist dienstags, donnerstags und freitags im Museum herzlich willkommen.