Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte hat nun eine einheitliche Satzung für die Feuerwehr. Zudem wurde die Wehrleitung bestimmt. Die sieben Mitglieder der Leitung sind mit Fachbereichen beauftragt worden. Am Mittwochabend entschied der Stadtrat über das Inkrafttreten.

Tangerhütte. Allein der Ortschaftsrat in Weißewarte hatte im Vorfeld der Satzung der Feuerwehr nicht zugestimmt. Ratsmitglied Lothar Wichmann aus Weißewarte konnte das auch begründen. Den Mitgliedern habe eine wichtige Aufgabe der Feuerwehr gefehlt, erklärte er, nämlich die Möglichkeit, freiwillige Aufgaben zu übernehmen. "Wenn ein Mütterchen einen Baum gefällt haben will, so solle es doch möglich sein, dass die Feuerwehr - sofern es ihre Einsatzbereitschaft nicht einschränke und gegen Bezahlung - dort helfen darf." Außerdem solle in der Satzung verankert werden, dass die Wehrleitung dem Rat regelmäßig Bericht erstattet.

Die Ratsmitglieder des Stadtrates in Tangerhütte, welche am Mittwochabend über die Satzung zu entscheiden hatten, konnten dem Einwurf folgen. Die Änderungen wurden übernommen, die Satzung daraufhin beschlossen.

Es folgten die Beschlüsse über die Berufungen der Mitglieder der Wehrleitung. Stadtwehrleiter ist Gerry Michlik aus Tangerhütte. Sein Stellvertreter ist Nils Wilhelm aus Windberge, der für den Fachbereich Einsatz zuständig ist.

Der Bittkauer Ortswehrleiter Thomas Lemme ist für die Finanzplanung zuständig. Zuständig für Schutz und Dienstbekleidung ist Heiko Krüger aus Tangerhütte. Hans-Joachim Schulze, ebenfalls aus Tangerhütte, soll sich besonders um die Aus- und Weiterbildung der Kameraden kümmern.

Die Übersicht über die Brandschutzbedarfsplanung soll Thomas Rudel aus Groß Schwarzlosen haben. Rüdiger Wichmann ist für Sicherheit in der Wehr zuständig.

Alle Mitglieder der Wehrleitung sind auf sechs Jahre bestimmt, rückwirkend ab dem 1. Februar dieses Jahres. Die Ausnahme bildet Heiko Krüger. Ihm fehle bislang der Lehrgang zum "Leiter einer Wehr", wie Michlik sagte. Daher sei seine Tätigkeit zunächst auf den Zeitraum von zwei Jahren beschränkt. "Er absolviert aber demnächst den Lehrgang, somit ist es eine Formalität." Unter Applaus bekamen die Kameraden ihre Ernennungsurkunden überreicht. Einheitsgemeindebürgermeisterin Birgit Schäfer dankte ihnen für ihren Einsatz. "Die Kameraden haben im Vorfeld die Satzung erarbeitet und somit dem Rat eine große Hilfe geleistet." Es sei bewundernswert, dass sie dieses ehrenamtlich und in ihrer Freizeit getan haben.

Die Satzung über die Entschädigung der Kameraden wurde am Mittwoch ebenfalls verabschiedet.