Am Donnerstag präsentierten die Schüler der Bilingualen Grundschule die Ergebnisse ihrer einwöchigen "Europatour". Zusammen mit den Zuschauern, ihren Eltern und Großeltern also, begaben sie sich auf eine mehr als einstündige Reise durch Italien, Ungarn und Griechenland.

Stendal. "Viele Kinder aus Europa könnten gute Freunde sein, würden sie sich richtig kennen...", stimmen die Jungen und Mädchen der Bilingualen Grundschule Stendal ihr Eröffnungslied an. Ihre Eltern und Großeltern sitzen vor ihnen und verfolgen aufgeregt die Darbietung ihrer Kinder.

Ereignisreiche Tage liegen hinter den Grundschülern. Sie haben die vergangene Woche Schule mal ganz anders erlebt. "Für unser Europaprojekt haben wir die Schulwoche komplett umgestellt. Es gab nur eine große Pause. Und die Kinder konnten eine Woche in einer Gruppe arbeiten. Immer mit dem gleichen Lehrer", sagt Schulleiterin Antje Kopp. Jede Gruppe hatte sich im Rahmen der Europawoche ein europäisches Land vorgenommen - und dann wurde informiert, gebastelt, gebacken, getanzt und gesungen. Stolz präsentieren die Kinder nun ihre Ergebnisse und führen ihr Länderprogramm auf.

"Kukorica, Kukorica..." beginnt ein ungarischer Reim, zu dem die Kinder paarweise in die Hände klatschen. Die Gruppe Ungarn stellt sich vor. Ein paar Mädchen sind in landestypische Trachten gehüllt. Sie stützen die Hände in die Taille, führen hüpfend erst das rechte und dann das linke Bein nach vorn. Sie verziehen keine Miene und blicken angestrengt in die erwartungsvollen Augen der Zuschauer. Der ungarische Tanz fordert ihre volle Konzentration. Eine Woche haben die Sechs- bis Zehnjährigen mit ihrer Lehrerin geübt. "Aber wir haben auch Gulaschsuppe gekocht und gegessen", sagt schmunzelnd Anna Maria Toth, die betreuende Pädagogin.

Natürlich dürfen auch die schwedische Pippi Langstrumpf, die drei Musketiere aus Frankreich oder der griechische Sirtaki nicht fehlen - das Repertoire der Kleinen lässt keine Wünsche offen. "Die Kinder durften sich nicht nur die Gruppe aussuchen, in der sie arbeiten wollten, sondern auch eigene Vorschläge und Ideen mitbringen. Und das ist dabei rausgekommen", erläutert Antje Kopp.

Der Jubel ist groß, als sich die Hollandgruppe zu Wort meldet: "Und hier ist er, der großartige Rudi Carrell..." Am Ende gibt es den wohlverdienten Applaus, und die Kinder bestürmen ihre Eltern.

Einmal noch können die Zuschauer in den Genuss des Länderprogramms kommen - am Montag zum Zuckertütenfest mit den zukünftigen Erstklässlern.

 

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