Von Nora Knappe

Stendal. Wenn der Schornsteinfeger plötzlich anders aussieht, ist das zumindest im Kehrbezirk 13 kein Grund zur Beunruhigung. Seit 1. April ist hier Steffen Grabe in Diensten, der auf den langjährigen Bezirksschornsteinfegermeister Gerhard Lambertz folgte.

Der 36-jährige Grabe hat Wohnung und Büro in Arneburg und ist einer von 15 Bezirksschornsteinfegermeistern im Landkreis Stendal. Er wurde für sieben Jahre durch das Landesverwaltungsamt bestellt. Zuvor war Grabe 14 Jahre als Geselle bei einem Bezirksmeister im Kreis Köthen tätig. "Den Beruf des Schornsteinfegers fand ich immer schon spannend", sagt er, "man ist viel mit den Menschen der Region in Kontakt und hat eine wichtige Aufgabe."

Zu seinem Kehrbezirk, dem mit der Nummer 13, gehören 17 Gemeinden von Arneburg, Baben, Baumgarten, Hassel über Lindtorf und Sanne bis Staffelde und Storkau. Außerdem zählen Straßen in Stendals Osten und Süden zu seinem Einzugsbereich.

Wie das bei Bezirksschornsteinfegermeistern so üblich und Pflicht ist, wird auch Steffen Grabe einen Gesellen anstellen. "Das ist gar nicht so leicht, jemanden zu finden", sagt Bernd Karwitzke, Kreismeister der Schornsteinfegerinnung. Steffen Grabe hat jemanden gefunden und bekommt ab 1. Juni Verstärkung durch einen Lehrling. Die Ausbildung erfolgt schwerpunktmäßig im jeweiligen Betrieb, theoretischen Unterricht gibt es in einer Bildungseinrichtung in Doberschütz.