Stendal (dan). Auch wenn mit David Beckham einer der populärsten Fußballer der Welt in den nächsten Jahren für die "Los Angeles Galaxy" spielt, ist das Fußballfieber in den Staaten noch lange nicht ausgebrochen. Baseball und Basketball geben in Amerika den Ton an und stehen bei Aaron Campell schon seit Jahren auf dem Stundenplan: Erst in der Schule und jetzt beim Studium. Seit drei Jahren studiert der 22-Jährige an der "Lenoir Rhyne University" in der amerkanischen Kleinstadt Hickory. Seine Erfahrungen in diesem Sport gab er während seines Praktikums auch an Schüler des Hildebrand-Gymnasiums weiter.

Fünf Wochen war er an der Schule und unterstützte die beiden Sportlehrer Christian Köhne und Ilona Jäger in den Sportstunden. Dabei zeigte er nicht nur wie Basketball gespielt wird, sondern betreute die Mädchen und Jungen auch beim Bodenturnen oder anderen Disziplinen. Die Leichtathletik ist in seinem Heimatland weniger verbreitet. Stattdessen setzt das amerikanische Schulsystem vermehrt auf andere Spielsportarten wie Football, Volleyball oder auch Schwimmen. Handball und Fußball geraten dabei jedoch ins Hintertreffen.

"Die Schüler müssen sich hier viel mehr bewegen und die Lehrer sind weitaus strenger", sagt der angehende Lehrer. Dass er sich auch vor den jungen Menschen durchsetzen kann, das zeigte er in zwei Probestunden, die von seinen Professoren begutachtet wurden.Neben dem Sporteinsatz half er als so genannter "Native Speaker" auch im Englischunterricht aus.

Inzwischen ist er wieder an seine Uni zurückgekehrt, will aber nach seinem Abschluss im nächsten Jahr nach Deutschland zurückkommen.