Bahnkunden sind gestern vor dem Stendaler Hauptbahnhof charmant und - haarfarblich gesehen - Schwarz-Rot-Gold empfangen worden. Das Mobilteam der Nasa - in der Reihenfolge der Farben: Mareen Nitsche, Saskia Kirchhoff und Tina Mzyk - machte mit der Funktionsweise des Fahrkartenautomaten vertraut und informierte übers Bahnfahren an sich.

Stendal. "Automaten? Mit mir spielen die nicht", scherzte eine ältere Dame. Viele Leute haben eine Scheu vor den leblosen Fahrkartenverkäufern. Doch was tun, wenn das Reisezentrum geschlossen hat? "Wir wollen Barrieren abbauen, den Leuten ein paar Tricks zeigen, damit sie die Schwelle zum Automaten überwinden", sagt Saskia Kirchhoff vom Nasa-Mobilteam, die gestern zusammen mit Mareen Nitsche und Tina Mzyk auf dem Bahnhofsvorplatz Bahnkunden in Automatenkunde unterrichtete.

Zum Beispiel Peter Sprafke aus Uchtspringe. Er steige oft in Oebisfelde in den Zug nach Wolfsburg. Und da er wenig Erfahrung mit Fahrkartenautomaten habe, würde er sich das gerne mal zeigen lassen. Tina Mzyk ließ sich das nicht zweimal sagen. Also hier auf Start und Ziel drücken, die Ortsnamen eingeben - was für Leute, die nicht laufend auf Tastaturen schreiben, etwas Übung erfordert -, den Zielbahnhof in Wolfsburg, die Zeit und die Art des Tickets auswählen und am Ende das Bezahlen in bar oder mit EC-Karte nicht vergessen. Das war\'s im Wesentlichen.

Tat gar nicht weh, fand Peter Sprafke, der es nach der Demonstraktion gleich selbst einmal probierte. "Das hat was gebracht, da ist bei mir was hängen geblieben", bedankte er sich bei Tina Mzyk. Die Nasa-Frau gab ihm noch den guten Rat mit auf den Weg, möglichst weit im Voraus Tickets zu lösen, um Spartarife nutzen zu können. Und überhaupt: Am Automaten ist es in der Regel zwei Euro billiger als am Schalter.

Mareen Nitsche ließ den Uchtspringer noch ein Los aus ihrer Tombolatrommel ziehen. Da konnte man ein Sachsen-Anhalt-, ein Single- oder ein Schönes-Wochenende-Ticket gewinnen. Bei Peter Sprafke klappt\'s wahrscheinlich beim nächsten Mal.