Das Areal rund um Milterns Kirche hat sich in den vergangenen Monaten zu einem wahren Kleinod gemausert. Der i-Punkt aller Aktionen wurde jüngst aufgesetzt. Ortsbürgermeister Klaus-Werner Linke baute ein neues Haupttor ein. Damit sind die Arbeiten rund um das Gotteshaus abgeschlossen.

Miltern. Auch so kann es gehen. Zwar hat das Kirchspiel Miltern kaum Geld, um große Investitionen planen und realisieren zu können. Und doch hat sich der Bereich um die kleine Milterner Dorfkirche in den vergangenen Monaten mächtig herausgeputzt. "Schuld" daran sind Gemeinde, Förderverein der Feuerwehr, Stadt Tangermünde und Ortsbürgermeister Klaus-Werner Linke.

2009 hatte die Gemeinde damit begonnen, eine neue Trauerhalle zu errichten. 75 Personen haben darin Platz. In diesem Zusammenhang wurden mit Hilfe der Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung des Landkreises Stendal (GfAuS) im vergangenen Jahr Wege und Fläche an der Halle und auf Friedhof und Kirchengelände neu angelegt beziehungsweise befestigt. Damit ist rund um den Feldsteinbau, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur freiwilligen Feuerwehr des Dorfes steht, ein adrettes Bild entstanden, das sich sehen lassen kann.

Regenwasser von Kirchen-, Trauerhallen-, Gemeindehaus- und Feuerwehrgerätedach wird an der Oberfläche in dafür angelegten Rinnen aus Naturstein zur Regenentwässerung in der Dorfstraße geleitet. Tonnen wurden an Fallrohren aufgestellt, aus denen Friedhofsbesucher Wasser entnehmen können.

Um das Bild zu vollenden, hatte die Kirchengemeinde im vergangenen Jahr den Beschluss gefasst, die Torpfosten für das Haupttor neu setzen zu lassen. "Die sind jetzt auch auf ein Fundament gebaut und damit sicher", verrät Ortsbürgermeister Linke. Er selbst bot der Kirchengemeinde an, ein neues Haupttor zu bauen. "Immer mal nebenbei, wenn Zeit neben den Aufträgen war, hab ich seit Februar daran gearbeitet", sagt er.

Seit wenigen Tagen hängt das kupferfarbene, verzinkte und damit witterungsbeständige Kunstwerk zwischen den neuen Pfosten. "Das müssen Sie sich unbedingt einmal anschauen. Es sieht wunderschön aus", sagte Erhard Danker aus Miltern, froh über ein solches Schmuckstück in seiner Straße und seinem Dorf, aber auch froh darüber, dass alles rund um die Kirche jetzt ein komplett neues Bild erhalten hat.