
Wie kann die Altmark weitere Touristen anlocken? Im Auftrag beider Landkreise erarbeiten derzeit Berliner Tourismusberater ein Leitbild. Es soll im nächsten halben Jahr fertig sein und die Grundlage eines Konzeptes bilden, das für die nächsten 20 Jahre gelten soll.
Altmark. Mit vier weiteren Kollegen seines Büros Mascontour hat dessen Geschäftsführer Matthias Beyer in den vergangenen Tagen verschiedenste Winkel der Altmark besucht. "Wir wollten uns einen eigenen Eindruck verschaffen", betont der Tourismusexperte. Mit vielen Fotos, Gesprächsprotokollen von entscheidenden Akteuren der altmärkischen Tourismusbranche und Erlebnissen durch direkte Begegnungen mit den Menschen ist das Team wieder in der Bundeshauptstadt eingetroffen.
Was die Berater vorgefunden haben, hat sie durchaus überrascht. "Eine positive Grundhaltung ist da. Man will in der Region gemeinsam etwas entwickeln", fasst Beyer seinen ersten Eindruck zusammen.
Für die Tourismusberater ist das eine gute Ausgangsposition für ihren Auftrag. Das Berliner Büro konnte sich Mitte Juni bei einer Präsentation vor beiden Landräten gegen zwei Mitbewerber bei der Ausschreibung für das Tourismuskonzept 2030 durchsetzen.
"Eine positive Grundhaltung"
"Wir erhoffen uns ein Konzept mit möglichen Zukunftsszenarien, bei denen auch der demografische Wandel Berücksichtigung findet", erläutert Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark, die Erwartungshaltung beider Landkreise.
Rund 50000 Euro aus dem Regionalbudget stehen für das Projekt "Vision 2030" zur Verfügung. Bei der Erstellung des Leitbildes sollen "möglichst viele relevante Akteure mit einbezogen werden", berichtet Hodum aus dem Anforderungsprofil des Auftrags.
Die Berliner Agentur ist international tätig und hat schon auf mehreren Kontinenten Tourismuskonzepte erstellt. Nicht zuletzt ihr nachhaltiger Ansatz, bei einer neuen Strategie auf ökologische, ökonomische und soziale Veränderungen gezielt einzugehen, habe am Ende den Ausschlag für Mascontour gegeben, betont die Geschäftsführerein des Tourismusverbandes Altmark.
Mit den einschlägigen Studien und Statistiken ist das Mascontour-Team bereits ausgestattet. Anfang Juli gab es zudem ein Treffen im Magdeburger Wirtschaftsministerium, da die Zukunftsvorstellungen auch in die landesweite Tourismusstrategie eingebettet werden sollen.
"Viele Akteure einbeziehen"
Beyer und seine Mitstreiter werden die nächsten Wochen dafür nutzen, die ersten Erkenntnisse und Unterlagen auszuwerten.
Und sie werden den wichtigsten Baustein des Projektes vorbereiten: Am 5. Oktober soll in einer ganztägigen Zukunftswerkstatt der Grundstock für die künftigen Visionen gelegt werden. Dann treffen sich nicht nur Tourismus-Akteure, sondern auch Vertreter der Verkehrs- und Energiewirtschaft, Landes- und Kommunalpolitiker, Ansprechpartner aus Verwaltungen, Vereinen und der Kultur, um ihre Ideen für ein künftiges touristisches Leitbild der Region einzubringen.
Es soll kein abstraktes Papier entstehen. Die Ausschreibung sieht einen konkreten Maßnahmenkatalog vor, der regelt, wer wann welche Aufgabe umzusetzen hat.
"Die Altmark muss noch stärker eine Marke werden", skizziert Beyer die Stoßrichtung. Gefragt sind dafür jetzt Ideen, die der Region nicht nur kurzfristig, sondern in den nächsten 20 Jahren eine Perspektive verschaffen.
Die ersten Ausflüge haben die Berater selbst schon neugierig gemacht. Tourismus-Managerin Hodum freut sich, dass es bei ihr schon Nachfragen gab, um das ein oder andere Fleckchen auch privat zu erkunden.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.