Bismark (ssi). Mit rund 106 000 Euro will der Landkreis Stendal den Ausbau der ÖPNV-Struktur in diesem Jahr bezuschussen. Das ist das Vorhaben, welches Riccardo Ulbrich, der für den ÖPNV zuständige Mitarbeiter in der Kreisverwaltung, am Mittwochabend den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus des Kreistages vorstellte.

Zehn Projekte sollen umgesetzt werden

Grundlage für seine Ausführungen war der Entwurf der Prioritätenliste der umzusetzenden Maßnahmen. 10 Vorhaben von insgesamt 21 gelten für das Jahr 2011 als realisierbar. Insgesamt sollen mit der im Haushalt des Landkreises festgeschriebenen Summe die Vorhaben in den Gemeinden zu 80 Prozent gefördert werden.

"Die beiden Projekte mit dem größten Volumen rangieren nach dem Entwurf auch gleich auf den Plätzen eins und zwei", sagte Ulbrich. In der Hansestadt Stendal soll in der Ortschaft Vinzelberg ein Wetterschutz an der dortigen Haltestelle entstehen. "Diese Maßnahme steht ganz oben auf der Liste, denn hier steigen viele Schüler im Schulverkehr um." Die Kosten für den Ausbau des Knotenpunktes in der Schülerbeförderung seien mit 30 000 Euro veranschlagt. Für 35 000 Euro soll die Bushaltestelle an der Grundschule in Bismark ausgebaut werden.

In absteigender Rangfolge folgt die Bushaltestelle an der Stendaler Förderschule in der Max-Planck-Straße (7000 Euro für Wetterschutz). In der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land soll die Haltestelle an der Schollener Grundschule ebenfalls einen Wetterschutz bekommen (10 000 Euro). An der Brunsbergschule in Tangermünde sollen 10 000 Euro in den Wetterschutz der Bushaltestelle fließen.

In Havelberg sollen drei Haltestellen behindertengerecht umgestaltet werden. Die Kosten liegen bei 8000 Euro.

Mit rund 26 000 Euro soll ein Wetterschutz an der Haltestelle an der Otto-Nuschke-Straße in Tangerhütte errichtet werden. Die Haltestelle ist Umstiegspunkt für viele Schüler und Ein- und Ausstieg für die Schüler einer der größten Sekundarschulen im Kreis.

In Losse bei Seehausen ist der Bau einer Wendeschleife für Busse geplant.

Einige Vorhaben großzügig veranschlagt

"Hierfür liegt noch keine Kostenschätzung vor, da es gerade erst gemeldet wurde", sagte der Fachmann. Daher sei dieses Geld noch nicht in den 106 000 Euro enthalten. "Ich gehe aber davon aus, dass die Endsumme sich nicht wesentlich verändern wird", so Ulbrich. Seiner Ansicht nach seien einige der Bauvorhaben recht großzügig veranschlagt. Manche Projekte werden voraussichtlich günstiger zu realisieren sein.