Noch 84 Tage. Solange läuft der Countdown für den 19.Sparkassencup noch, der zum zweiten Mal in Osterburg von der Kreissparkasse Stendal veranstaltet wird. Die Organistoren erwarten 1200 Teilnehmer und bis zu 8000 Besucher.

Stendal/Osterburg. Die Fifa, der Weltfußballverband, hat famos mitgespielt; mit einem gelungenen Doppelpass bis Osterburg. In den Tagen des 19. Sparkassencups in der Biesestadt zwischen dem 7. und 10. Juli sind die Gruppenspiele bei der Frauen-WM gerade vorüber, und das erste Viertelfinale beim Weltturnier in Deutschland könnte für den 9.Juli einen kaum renommierteren Rahmen zum Sparkassencup liefern; mit den DFB-Damen und ihrem möglichen Einzug unter die besten Vier der Welt an diesem Tag.

Soweit denken Marco Hubert und die Organisatoren des Sparkassencups zwar terminlich voraus; und dennoch in ihrem Rahmen. "Wir sind gut gerüstet für den Cup", sagte Hubert gestern, der die Riesenveranstaltung wie kein Zweiter kennt. Er hat sie 1993 mit ins Leben gerufen. "Damals kamen sechs Mannschaften, davon vier aus der Altmark zusammen." Heute sind es 72 aus ganz Deutschland. Mit den über 1200 Teilnehmern muten sie rekordverdächtig an. Nach gut einer Woche hatte Hubert bereits alle Meldungen im Briefkasten oder im Faxgerät liegen und die Plätze vergeben.

Osterburgs Bürgermeister Hartmuth Raden (CDU), der zum zweiten Mal nacheinander den Gastgeber geben darf, laufen deswegen kaum Schweißperlen der Angst, allerhöchstens der Vorfreude, über die Stirn. "Die Osterburger haben das Event voriges Jahr positiv angenommen. Der Sparkassencup ist ein Gewinn für unsere Stadt." Raden freut sich und strahlt wie ein kleiner Junge, der selbst vor einem großen Fußball-Turnier steht. "Es ist schon fantastisch, dass man vor der zweiten Auflage steht und das schon zur Traditionsveranstaltung für Osterburg wird." Zwar sei es mit dem Sachsen-Anhalt-Tag von 2007 in Osterburg nicht vergleichbar. Dennoch: "Alle, ob Stadträte oder Landessportschule sowie die Gastronomie und Hotels, freuen sich darauf." Man rechnet von Veranstalterseite – Lärmpegel inklusive – wieder mit 7000 bis 8000 Besuchern.

Das darf kaum als zu hochgegriffen gelten. Allein schon für den Volksmusik-Tag – das Schlager Sommer Open Air – am 10. Juli sind bislang 1400 Karten über den Tisch gereicht worden. "Wir kalkulieren mit ungefähr 2000 Besuchern allein zu dieser Veranstaltung", sagte Hubert.

Längst gilt der Sparkassencup als herausragendes Sommer-Festival in der Region über den Fußball hinaus. Zum aktuellen Ereignis sollen dafür Frida Gold, Bosse, die Band Juli und Madsen sowie Lysander und Glasperlenspiel garantieren. Heute ist der Promi-Auflauf ein Kult, der vor 18 Jahren aus einer lockeren Idee entstand und für die Hubert schon zur Premiere als DJ an den Reglern drehte.

Mit dieser Traditionsveranstaltung haben Hotels seit 1993 gut eine Million Euro für Übernachten verbucht. "Wir sind ein Wirtschaftsfaktor mit dem Ereignis. Das freut uns natürlich besonders", sagt der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Dieter Burmeister.

Allein für die gesamte Organisation samt den Gagen für die Künstler sowohl zum Festival "Made in Germany" als auch für die Volksmusik mit Semino Rossi und Mary Roos bewegt die Kreissparkasse 2011 gut eine viertel Million Euro. "Gewinn machen wir nicht, wollen wir aber auch nicht", sagt Burmeister. Erstmals wird ein 70 Meter langes Zelt mit transparentem Dach vor Sonne oder Regen schützen.

 

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