Über das aktuelle Baugeschehen im Salus-Fachklinikum Uchtspringe informierte sich gestern der SPD-Landtagsabgeordnete Tilman Tögel. Der Politiker schaute sich die Baustellen Haus 6 und Gesellschaftshaus an. Weitere Investitionen erfolgen an der Kirche, in der Kindertagesstätte sowie an der Außenanlagen Prof.-Wendt-Straße/Virchowweg. Insgesamt werden mehr als 18 Millionen Euro verbaut.

Uchtspringe. "Da mir die Entwicklung des Krankenhauses Uchtspringe schon immer sehr am Herzen liegt, ist es schön zu sehen, was sich in der Salus gGmbH alles tut, um den Standort auch langfristig attraktiv zu sichern", so Tilman Tögel. Vor Ort sah sich der Landtagsabgeordnete den Stand der Umbauarbeiten des Gesellschaftshauses zu einem multifunktionalen Veranstaltungszentrum an.

Dort laufen die Arbeiten seit einem Jahr. Die Salus investiert zwei Millionen Euro Eigenmittel in dieses Objekt. Notwendig wurden die Maßnahmen, da der Zustand des Gebäudes desolat war, vor allem im Sanitärbereich. Die Anforderungen an einen zeitgemäßen Veranstaltungsort konnten nicht mehr erfüllt werden.

Die nachhaltige Investition strahlt über die Region hinaus. So finden in diesem Gebäude kulturelle Veranstaltungen des Uchtspringer Fördervereins "Psychiatrie in Geschichte und Gegenwart" aber auch Fachtagungen statt. Die ehemalige Verkaufsstelle als Anbau des Gesellschaftshauses wird zurückgebaut und durch einen modernen Anbau ersetzt. Das Gebäude bietet einschließlich Konferenzraum und Saal Platz für 320 Personen. Im Sinne der Funktionalität wird auf die Giebelseite verlegt. Neugeordnet werden im Zuge des Umbaus die Sanitär- und Wirtschaftsbereiche. Die vorhandene historische Saaldecke wird freigelegt und aufgearbeitet. Der Innenausbau erfolgt mit Stuckverzierungen, die auf das Vorbild historischer Zeichnungen basieren.

Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme ist im Sommer zu rechnen, informierte Jens Reimann von der Salus-Plan, Bereich Immobilienmanagement und Bau. Eine offizielle Einweihung wird es voraussichtlich im September geben.

Das mit Abstand größte Investitionsvorhaben ist die Sanierung und Erweiterung des Hauses 6, einem 120 Jahre altem Gebäude, in dem künftig die Klinik für Neurologie und die Schlafmedizin eine Heimstatt finde. Hinzu kommen die Physiotherapie und das Zentrallabor sowie eine Depressionsstation und eine neue Spezialstation für geistig behinderte Menschen mit akuten psychischen Erkrankungen. Rund 14 Millionen Euro fließen in das Projekt ein. Gefördert wird das Vorhaben mit knapp 11,6 Millionen Euro aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt. Die Kosten beinhalten aber nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch die Anschaffung von medizinischem Gerät, etwa eines MRT-Geräts. Baubeginn war im November 2010. Im zweiten Halbjahr 2012 ist die Eröffnung vorgesehen. Sobald es die Witterung zulässt, gehen die Arbeiten weiter, informierte Michael Westphal, Leiter des Baumanagements bei der Salus-Plan.

Mit einem Kostenaufwand von 736 000 Euro (Eigenmittel) wird die Außenanlage Prof.-Wendt-Straße/Virchowweg neu gestaltet. Diese Anlage bietet sogleich ein neues Umfeld für das modernisierte Gesellschaftshaus. Straße und Gehwege werden erneuert, eine Regenwasserkanalisation installiert und neue Straßenlaternen aufgestellt. Neben der Gestaltung der Grünflächen werden vier Behindertenparkplätze angelegt.

Für 400 000 Euro wird die Backsteinkirche saniert. Sie wird ab September dieses Jahres eröffnet und soll unter anderem als Besucherzentrum für die Ausstellung "Dämonen und Neuronen. Psychiatrie gestern-heute-morgen" fungieren. Saniert wird auch die Kindertagesstätte (1,4 Millionen). Näheres zu den Vorhaben an beiden Projekten lesen Sie morgen.

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