Am Sonnabend halfen die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Jarchau dem Revierleiter Ingo Matthias beim Vorbereiten einer Aufforstungsfläche. Rund einen halben Hektar umsäumten die Nachwuchsbrandbekämpfer mit Pfählen. Um diese soll in den kommenden Tagen Draht gepannt werden, damit die noch zu pflanzenden jungen Küstentannen vor Wildfraß verschont bleiben.

Jarchau/Stendal. Schon früh am Morgen waren die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr aus Jarchau am Sonnabend auf den Beinen. Als noch der Morgennebel durch die Bäume streifte, hatten sie schon ihre Uniformen angezogen und waren hinaus in den Wald bei Stendal gefahren. "Die Nachwuchstruppe hilft heute bei den Waldarbeiten mit", sagte Revierleiter Ingo Matthias.

An einer Stelle, an der einst Eichen standen, ist nun umgepflügter Waldboden zu sehen. "Die Eichen waren leider krank, wir mussten sie entfernen", erklärte der Förster. Nun soll das rund einen halben Hektar große Freistück wieder aufgeforstet werden. "Wir wollen an dieser Stelle Küstentannen ansiedeln", berichtet er. Bei der Auswahl des neuen Baumbestandes richte sich der Fachmann, der seit 1990 den Wald in diesem Gebiet hegt und pflegt, vor allem nach dem Boden. "Der hat hier mittlere Qualität. Die Küstentannen sind eine genügsame Baumsorte. Sie kann auch unter ungünstigen Bedingungen gut gedeihen. Daher habe ich mich für diese Sorte entscheiden."

1500 Küstentannen sollen hier wachsen

Rund 1500 Gewächse stünden bereit, um hier angesiedelt zu werden. Doch vorher muss das Areal noch gesichert werden. "Gerade die jungen Pflanzen sind für Rehe sehr attraktiv", weiß der Förster. "Leider beißen die Rehe den Terminaltrieb ab. Das heißt, dass der Baum dann krumm wächst." Um vor diesem Wildverbiss zu schützen und um den Fegeschaden, also das Reiben vor Geweihe an den Bäumen, zu unterbinden, müssen die jungen Pflanzen eingezäunt werden. Die Feuerwehrkinder hatten am Sonnabend die Aufgabe, die dafür benötigten Pfähle zu setzen. Rund 60 Stück trieben sie rund um das freiliegende Stück in den Boden.

Da Förster Ingo Matthias aus Jarchau kommt, hat er die dortige Jugend gefragt. Für Jungendwart Dirk Wetzel ist das eine tolle Sache. "Wir wollen, dass unsere Kinder den Wald kennenlernen. Das Pfahlschlagen ist eine gute Sache, sie hilft und unsere Kinder lernen sehr viel dabei."

Wetzel erzählte, dass die Jugendtruppe oft an den kreisoffenen Orientierungsmärschen teilnimmt. "Dabei gewinnen wir oft, belegen zumindest immer einen der vorderen Plätze." Dabei gehe es nicht nur um das Laufen, sondern an den Wissensstationen muss gepunktet werden. "Und da geht es um Feuerwehrfachfragen, aber auch Fragen rund um die Natur. Da sind wir immer ganz vorn. Auch wegen solcher Einsätze, wie wir sie heute hier machen."

Arbeit im Wald gefällt dem Nachwuchs

Die Kinder hatten währenddessen eine Menge Spaß am Setzen der mannshohen Pfähle. Zusammen mit ihren Betreuern vermaßen sie die Abstände, hoben Löcher aus und schlugen die Pfähle in den feuchten Waldboden. Innerhalb von zwei Stunden waren sie mit ihrer Arbeit fertig, nun muss nur noch der Drahtzaun gezogen werden.

Die Bäume sollen übrigens gemeinschaftlich gesetzt werden. "Dazu lade ich jeden ein, der Lust hat", sagte der Revierförster.

Der Termin ist am 26. März. Um 9 Uhr können sich dann die Freiwilligen auf dem Parkplatz am Abenteuerspielplatz in Chausseehaus Hassel einfinden. Er freue sich schon drauf, sagte Ingo Matthias.