Stendal. Dr. Stephan Henschen verlässt Stendal – aber die Frauenklinikgruppe nimmt er mit. Zumindest zweidimensional. Impressionen von Veranstaltungen und Treffen der Gruppe sowie vom Doktor haben die Frauen auf Fotopapier gebannt und auf eine große Leinwand gebracht. "Das wird in meinem neuen Büro einen guten Platz finden", versicherte Henschen gestern bei einer kleinen Abschiedsrunde der Gruppe im Johanniter-Frauenklinikum.

Dem Chefarzt der Klinik habe die Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs viel zu verdanken, sagt deren Leiterin Anneliese Köppen. Vor allem eines: Henschen hat sie 2003 ins Leben gerufen. "Wir sind sehr dankbar für seine Wertschätzung und Offenheit uns gegenüber", so Köppen. "Wir hoffen, dass es sein Nachfolger genauso halten wird." Die Gruppe sei zudem wichtige Voraussetzung dafür gewesen, dass am Stendaler Klinikum das Brustzentrum entstehen konnte.

Die Klinik-Selbsthilfegruppe bietet von Krebs betroffenen Frauen psychische und soziale Unterstützung sowie Beratung. Man gibt Erfahrungen weiter, pflegt Kontakte zu Ärzten und Beratungsstellen. Das von der Gruppe organisierte Patientenforum im Herbst ist seit vielen Jahren eine feste Größe im Veranstaltungsplan.

Als einen "echten Gewinn" für Stendal bezeichnet Henschen die Gruppe. "Sie sind für viele eine Stütze, hier können Frauen unter Frauen offen reden. Ich bin stolz darauf, dass es Sie gibt."