Fußballgrößen wie Sebastian Schweinsteiger oder Arjen Robben sind Vorbilder des Fußballnachwuchses. Kicken wie sie wollen die Fußballkinder von Eintracht Wittenmoor. Unterstützung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhielt die Wittenmoorer F-Jugend am Sonnabend. Die Jungen und Mädchen erlebten eine Trainingseinheit mit dem Team des DFB-Mobils.

Wittenmoor. "Leute, war das anstrengend!" Durchgeschwitzt, mit nassem Haar und roten Wangen, aber mit sichtlich viel Spaß kam Arne vom Fußballfeld und griff nach der Wasserflasche. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden der Wittenmoorer F-Jugend absolvierte der Siebenjährige das Training, dieses Mal aber nicht mit den Trainern Norbert Fried und Benno Lemke. Die Kinder erhielten eine Trainingseinheit des DFB-Mobils.

Uwe Pape und Jörg Ohm vom Team des DFB-Mobils und ehrenamtlich für den Fußballverband Sachsen-Anhalt tätig, kamen am Sonn- abend mit einem der insgesamt 30 DFB-Mobile des Deutschen Fußballbundes nach Wittenmoor. 60 Minuten lang jagten die Nachwuchskicker, unter ihnen auch ein Mädchen, mit dem runden Leder über den Platz.

Zunächst absolvierten sie Trainingseinheiten in kleinen Gruppen. Im Slalom dribbelten die Kinder den Ball bis zur Linie vor und dann: Schuss auf das Tor. Und das Ganze immer wieder von vorn.

Weitere Übungen folgten, an denen die Kinder ihren geschickten Umgang mit dem Ball festigten. Schließlich stand das große Finale auf dem Programm: "Champions League", wie Ohm und Pape scherzhaft erklärten. Vier Mannschaften à vier Mann spielten gegeneinander auf kleinem Feld.

Wer war Sieger? "Ihr alle", erklärte Ohm und stärkte den Teamgeist der jungen Mannschaft, die am Sonntag zuvor ein Null-zu-Null gegen die Schinner F-Jugend erspielte und eine Woche zuvor die Bismarker mit null zu neun vom Platz schickte.

Einmal in einem großen Stadion zu spielen und vielleicht später einmal in der Nationalelf den Ball ins Tor zu kicken, davon träumen die 19 Spieler der Wittenmoorer F-Jugend. Sie wollen wie Robben, Schweinsteiger, Lahm und viele weitere Fußballgrößen den Ball über den Rasen jagen.

Auch Wiebke, einziges Mädchen der Mannschaft, hat diese Hoffnung. Nicht nur für sie zeigten Ohm und Pape in der anschließenden DFB-Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus einen Beitrag in Vorbereitung auf die Frauen-WM im Sommer in Deutschland. Weitere Filmbeiträge gab es zu den Themen Qualifikationen im DFB sowie Integration. Zum Abschluss erhielt jedes Mannschaftsmitglied einen Kalender und einen Aufkleber vom DFB.

Die Mannschaft erhielt von Ohm und Pape außerdem einen "magischen" Fußball. Mit diesem, so versprachen es zumindest die Herren vom DFB-Mobil, werde die Wittenmoorer F-Jugend kein Spiel mehr verlieren. Na dann mal schauen, ob das stimmt. Und mal schauen, wie es ausgeht, wenn Wittenmoor auf Lüderitz trifft, denn diese Mannschaft besitzt ebenfalls einen solchen "magischen" Ball.

Das DFB-Mobil ist ein bundesweites Projekt, mit dem der DFB Fußballvereinen vor Ort Hilfestellungen für das Jugendtraining gibt. Ziel des DFB ist es, Vereinstrainern, die überwiegend nicht lizenziert sind, Anregungen und Tipps für die Gestaltung des Kinder- und Jugendtrainings zu geben. Den Vereinen wird gezeigt, wie sie bei den Themen Qualifizierung, Frauen-WM 2011, Mädchenfußball und Integration aktiv werden können. Dieser Service wird vom Deutschen Fußball-Bund kostenfrei angeboten.

Übrigens: Bereits am Mittwoch waren Ohm und Pape mit dem Mobil des Deutschen Fußball-Bunds auf dem Sportplatz in Mieste. Es war die 200. Veranstaltung,

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