Der neue Landtag wird sechs Mitglieder aus dem Landkreis Stendal haben. Das ist nicht nur die gleiche Anzahl wie bisher, es ist auch das Votum für genau die Abgeordneten, die diese Region bereits in den vergangenen fünf Jahren im Landtag von Sachsen-Anhalt vertraten. Die Ostaltmärker wählten Beständigkeit.

Stendal. Auch im Landkreis Stendal ist die CDU der klare Wahlsieger. Sie holte in den beiden ostaltmärkischen Wahlkreisen Havelberg-Osterburg sowie Stendal mit ihren Kandidaten Nico Schulz und Hardy Peter Güssau die Direktmandate. Mehr noch: Auch im Jerichower Land, genauer gesagt im Landtags-Wahlkreis Genthin, zu dem auch die Bereiche Tangerhütte und Tangermünde gehören, siegte mit dem Weißewarter Detlef Radke ein CDU-Kandidat aus dem Süden des Landkreises Stendal. Sie alle hatten und haben bereits in der zu Ende gehenden Legislaturperiode Sitz und Stimme im Landtag von Sachsen-Anhalt. Ebenso jene drei Kandidaten, die dank ihrer Platzierungen auf den Landeslisten ihrer Parteien in den neuen Landtag einziehen werden: Dr. Helga Paschke für die Linkspartei sowie Ralf Bergmann und Tilman Tögel für die SPD. Unumstößlich wird dieses vorläufige Endergebnis – im Stendaler Kreiswahlbüro stand es am Sonntag um 22.15 Uhr fest – allerdings erst mit der Bestätigung durch den Landeswahlausschuss, der am 30. März tagen wird.

Drei der sechs Landtagsmitglieder kommen aus der Region Osterburg-Havelberg, in dem Nico Schulz ein überragendes Ergebnis einfuhr. Der Christdemokrat zieht mit 8579 Wählerstimmen (41,8 Prozent aller gültigen Stimmen seines Wahlkreises) in den Landtag ein, das zweitbeste Ergebnis eines Direktkandidaten landesweit.

Schulz legte im Altkreis Osterburg in nahezu allen Orten beachtliche Ergebnisse hin. Seine besten Resultate fuhr der Krumker in Beuster (58,8 Prozent), Bertkow und Einwinkel (jeweils 58,5 Prozent) ein. Am schwächsten schnitt Schulz in Schwarzholz (27,7 Prozent) und Hindenburg (29,9 Prozent) ab. Dr. Helga Paschke (Die Linke) erreichte im Altkreis Osterburg in den beiden Städten Seehausen und Osterburg ihre besten Ergebnisse. Im Wahllokal Kindergarten in Seehausen entfielen 34,5 Prozent auf die Kandidatin der Linken, im Wahllokal Sporthalle der Osterburger Sekundarschule vereinte sie 33,7 Prozent der gültigen Erststimmen auf ihre Person. Die wenigsten Stimmen holte Paschke in Gagel (10,3 Prozent). SPD-Kandidat Ralf Bergmann punktete ganz besonders im Ortsteil Hindenburg seiner Heimatgemeinde Hohenberg-Krusemark. Dort entfielen 35,7 Prozent der Erststimmen auf seine Person. In Hohenberg-Krusemark selbst konnte Bergmann 32,9 Prozent für sich verbuchen. In Gagel (5,2 Prozent) und Aulosen (9,2 Prozent) fuhr der SPD-Kandidat seine schwächsten Ergebnisse ein.

Auch im Altkreis Havelberg hat Nico Schulz die meisten Stimmen erhalten: in der Einheitsgemeinde Havelberg 36,6 Prozent vor Helga Paschke (35,7 Prozent) und Ralf Bergmann (16,3 Prozent), in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land mit 38,3 Prozent vor Paschke (30,0 Prozent) und Bergmann (19,4 Prozent). Das beste Ergebnis erzielte der Krumker innerhalb der beiden Bereiche in Nitzow (48,5 Prozent) und Kabelitz (56 Prozent), das schwächste in Vehlgast-Kümmernitz (26,6 Prozent) und Scharlibbe (21,4 Prozent). Helga Paschke hatte die besten Ergebnisse in Havelberg im Wahllokal "Zwergenland" (39,6 Prozent) und in ihrem Wohnort Klietz (43,3 Prozent). Die wenigsten Stimmen erhielt sie in Warnau (22,5 Prozent) und Sydow (16,7 Prozent). Ralf Bergmann hatte in Warnau (30,3 Prozent) und Sydow (31,9 Prozent) sein bestes Ergebnis. Seine wenigsten Stimmen bekam er in Jederitz (12,5 Prozent) und Schönfeld (10,3 Prozent).

Nico Schulz hat im Altkreis Havelberg in 17 Wahllokalen die Stimmenmehrheit gehabt sowie bei der Briefwahl im Elbe-Havel-Land, Helga Paschke in acht Wahllokalen und bei der Briefwahl in Havelberg.

 

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