Zum 13. Mal fand am Sonn- abend die Musiknacht in Tangermünde statt. Diesmal hatten sich acht Lokalitäten daran beteiligt und lockten mehrere hundert Besucher in die Kneipen und auch auf die Fahrgastschiffe.

Tangermünde. Mit einem Feuerwerk wurde die 13. Musiknacht in der Nähe der Burg augenscheinlich begrüßt. So freute sich nicht nur Feiergesellschaft im Schlosshotel, sondern auch das Publikum zu ihren Füßen. Die feigen Freunde bekamen von dem Trubel vor den Stegen nichts mit. Sie überzeugte auch ohne Funken und Raketen mit ihrer Musik und animierten die Gäste nicht nur mit ACDC oder anderen Rocklegenden, sondern packten auch Songs von Wolfgang Petry aus.

Ein paar hundert Meter weiter gaben sich alte Bekannte auf dem Fahrgastschiff der Reederei Kaiser die Ehre. Die vier Jungs von "Million Miles" konzentrierten sich auf Rock- und Popklassiker und auch hier hielt es die Gäste nicht lange auf ihren Stühlen. Sie wollten tanzen und natürlich auch mitsingen.

Gute Stimmung kam auch in den Lokalen der Stadt auf. Im Hotel am Rathaus spielte zum ersten Mal die Coverband "Alive" und traf mit ihren "Eisbären", mit Hits der Pudhys und vielen Evergreens dem Geschmack aller Generationen.

Während die Mehrheit der Künstler das breite Spektrum der Musikgeschichte wieder- gab, schreiben "Die Wallerts" aus Berlin ihre ganze eigene Musikphilosophie. Sie haben populäre und selbst für gut befundene Songs der internationalen Musikgeschichte gecovert, diese mit eigenen, noch wahnwitzigeren deutschen Texten versehen und das Ganze mit einem zügigen, tanzbaren Polka-Offbeat präsentiert. Mit dem sogenannten Humppa-Stil eroberten sie seitdem erfolgreich die Berliner Clubs, Kneipen und Straßenmusikszene. Die finnische Variante des Foxtrott kam in der Zecherei St. Nicolai gut an. Die Gäste ließen sich zu wilden Tanzeinlagen hinreißen.

Wesentlich gediegener ging es im Saal des Schwarzen Adlers zu. Dort spielte das Künstlertrio "Backstage" tanzbare Musik, sodass Freunde des Diskofox, des Walzers oder auch des Cha-Cha-Cha auf ihre Kosten kamen.

Im Stadtcafé bediente Alleinunterhalter Reinhard Klopp mit Gitarre, Mundharmonika aber auch seinem Keyboard die Freunde der 80er und 90er Jahre. Viel Platz zum Tanzen gab es nicht, drum wippten die Gäste auf ihren Stühlen im Takte der Musik.

Zweiter Alleinunterhalter zur 13. Musiknacht war "Bruder Schlaf" alias Carsten Grabow. Doch zum Schlafen war den Gästen im Exempel ganz und gar nicht zu Mute. Wenn doch, mussten sie schon schwerhörig gewesen sein, um von den Dudelsackklängen Grabows und dem Trommelschlag nicht mitgerissen zu werden. Damit der Entertainer auch eine guten Überlick auf sein Publikum hatte spielte er kurzerhand auf einer der Schulbänke. Die Männer und Frauen ließen sich nicht lange bitten und stimmtem mit dem Mittelalterexperten "schmutzige" Trinklieder an.

Während das erwachsene Publikum bis in die Nacht feierte, hatten die Kinder bereits am späten Nachmittag ihre Freude. Im Zeitzauber-Café lud Singa Gätgens den Nachwuchs zur ersten "Kinder-Musiknacht" ein.

Für Sicherheit sorgte am Abend nicht nur das Security-Personal, sondern auch die Polizei. Sie kontrollierte an der Arneburger Straße einige Nachtschwärmer auf ihre Fahrtüchtigkeit.

   

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