Die umfangreiche Liste der Straßenumbenennungen als Folge der Eingemeindungen ist in dieser Woche vom Stadtrat ein zweites Mal beschlossen worden. Hauptgrund ist, dass die Post die Einführung der einheitlichen Postleitzahl vorverlegt hat.

Stendal. Schon am 6. Juni – und nicht erst am 1. Juli – strukturiert die Deutsche Post ihr Verteilernetz um und führt die einheitliche Postleitzahl für das gesamte Gebiet der Hansestadt ein. Wegen dieser Terminverschiebung musste der Stadtrat in dieser Woche die umfangreiche Liste der geänderten Straßennamen in der Kernstadt und den Ortsteilen ein zweites Mal beschließen, nachdem sie am 14. Februar schon einmal die städtische Volksvertretung passiert hatte.

Bei dieser Gelegenheit sind einige kleinere Korrekturen vorgenommen worden. So hatten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, bei denen die Umbenennungsvorschläge aus den zahlreichen Ortsteilen zusammenströmten, "trotz aller Sorgfalt und mehrmaliger Prüfung", wie es in der Beschlussbegründung heißt, übersehen, dass es den Peulinger Weg sowohl in der Stadt als auch im Ortsteil Neuendorf am Speck gibt. Der Weg in Stendal – er begrenzt den städtischen Friedhof an seiner Westseite – wird nun in Alter Peulinger Weg umbenannt. Da an der Straße nur ein Wohngrundstück liegt, sind die Auswirkungen für Anwohner gering.

Eine zweite nachträgliche Änderung betrifft Möringen. Dort sollte aus der Straße Am Mühlenberg künftig Am Sühnekreuz werden. Doch das gefiel den Anwohnern nicht. Sie favorisierten Jägerweg – und so wird ihre Adresse laut Stadtratsbeschluss künftig lauten.

Genau 90 Straßen erhalten am 6. Juni in Stendal und seinen Ortsteilen einen neuen Namen. Bei einem großen Teil von ihnen beschränkt sich die Änderung auf einen Zusatz, wird zum Beispiel aus der Dorfstraße in Tornau die Tornauer Dorfstraße. In der Kernstadt wird aus dem Lindenweg der Rotbuchenweg, aus dem Ziegelei- und dem Peulinger Weg jeweils der Alte Ziegelei bzw. Peulinger Weg.