Das Medienprojekt der Volksstimme und des Kultusministerium Sachsen-Anhalt geht in die heiße Phase. Bevor die besten Beiträge der Jung-Reporter prämiert werden, heißt es Kamera und Action! Denn diesmal zeigten die ÖSA-Versicherungen den Schülern, wie ein Werbespot entsteht, und ließen die Reporter von morgen gleich selbst ans Werk.

Von Anna Schätzle

Magdeburg/Stendal. Jeder junge Mensch schaut gerne fern, doch wie ein Werbespot wirklich gemacht wird, weiß kaum einer. Genau das dürften die Schülerinnen der 8. Klasse der Privaten Sekundarschule Stendal beim SchmaZ-Projekt mit den ÖSA Versicherungen lernen. Ziel war es, den Jugendlichen die Medienwelt näherzubringen und sie hinter die Kulissen schauen zu lassen.

Im Rahmen des "Schüler machen Zeitung"-Projektes (SchmaZ) nahm sich Wolfgang Kirkamm, Pressesprecher der ÖSA Versicherungen, der Jugendlichen an. "Was macht denn die ÖSA?", startete er die Runde, um die Jugendlichen aus der Reserve zu locken. Schließlich sollen sie einen Werbespot für den Versicherungsanbieter entwickeln, da sollte man das Produkt schon kennen.

Zusammen mit der Agentur AdCOM wurden die Jugendlichen Schritt für Schritt ans Thema geführt. Was ist der Zweck eines Werbespots? Wieviel kostet ein Spot und welche Punkte müssen dabei beachtet werden? Das jugendliche Plenum hörte gespannt zu.

Thomas Labe, Geschäftsführer der Agentur, und Projektmanagerin Sandra Gossert unterwiesen die Schüler und teilten dabei ein Schriftstück aus, das die genauen Vorstellungen des Spots beinhaltet. "Das ist ein Storyboard", erklärte Sandra Gossert, "eine Art Anleitung in Bildern."

Dann kam es zum praktischen Teil. Die Jugendlichen wurden in drei Gruppen geteilt und sollten auf die Straße gehen, um Passanten zu interviewen.

Mithilfe eines Kameramannes und eines Betreuers zogen die Kleingruppen über den Bahnhofsvorplatz und durch das Einkaufszentrum. "Was erwarten Sie von einer guten Versicherung?" war die einzige Fragestellung, die die Nachwuchsreporter an willige Passanten loswerden sollten. Doch die Aufgabe schien kniffliger als erwartet.

"Eigentlich war es mal ganz gut, Leute anzusprechen, um Hemmungen zu verlieren", fand Annalena Gräll (13). Ebenso sah das auch ihre Klassenkameradin Gina Paulin Haase (13). "Das steigert das Selbstbewusstsein, wenn man sich dann traut."

Nach getaner Interviewarbeit schnitten die Kameramänner mit ihrer jeweiligen Gruppe das Material zusammen, um die fertigen Spots dem Rest der Gruppe vorzuführen.

Und schließlich waren die Reporter von morgen nicht nur mit ihrem Werk, sondern auch mit dem SchmaZ-Projekt mehr als zufrieden. "Ich kann mir durchaus vorstellen, später als Reporterin zu arbeiten. Vielleicht ein bisschen mehr über Prominente berichten, aber das Projekt hat mich schon neugierig gemacht", stellte Annalena überzeugt fest. Ihre Klassenkameradin Leonie Schneider (14) nickte dazu und sagte: "Ich würde auf jeden Fall wieder beim SchmaZ-Projekt mitmachen!"

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