Stendal. Fielmann? Das ist doch der mit den Brillen... Ja, aber auch der mit den Bäumen. Jedes Jahr lässt der Unternehmer, der auch als Bio-Bauer wirtschaftet, für jeden Mitarbeiter einen Baum pflanzen, und das sind immerhin rund 14000 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einige dieser tausende Bäume werden auch Stendal geschenkt, seit mittlerweile über zehn Jahren. In diesem Frühjahr sind es 2100 Küstentannen und 300 Spitzahorne, die im altmärkischen Boden wurzeln sollen.

Gestern ging es dazu für zehn Kinder aus der Grundschule am Stadtsee gemeinsam mit Lehrern, Förster, Oberbürgermeister und Fielmann-Filialleiterin in den Wald nahe des Abenteuerspielplatzes. Zuvor hatten die Kinder im Unterricht schon einiges über Bäume und den Wald gelernt. Und dann durften sie endlich die Spaten packen und die jungen Pflanzen in die Erde setzen.

Eifrig liefen sie hin zu den bereitgelegten Baumsetzlingen, her zu den vorbereiteten Löchern in den zuvor gezogenen Furchen. Auf der großen Fläche an einem der Hauptwege im Stadtforst standen einst Eichen und Birken, die jedoch krank waren und voriges Jahr gefällt werden mussten. "Wir haben die Pflicht, eine solche Kahlschlagfläche innerhalb von drei Jahren wieder zu bewalden", erklärt Revierförster Ingo Matthias.

Bis die Küstentannen im Stadtwald so groß sind wie die Kinder, die sie gepflanzt haben, heute, werden etwa fünf Jahre vergehen. Und mit 30, 40 Jahren könnten diese Bäume, die ursprünglich aus Nordamerika stammen, schon sehr kräftig sein.

Die Baumpflanzung im Stadtforst reiht sich in eine Zahl weiterer Pflanzaktionen, die Revierförster Ingo Matthias dieses Jahr öffentlichkeitswirksam initiiert. "2011 ist das Jahr der Wälder, da passt das ganz gut", sagt Matthias. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte dem Jahr 2011 diesen Titel verliehen. Dabei soll weltweit auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung hingewiesen werden.

Und auch einen Baum des Jahres gibt es: das ist die Elsbeere. Ein seltener Baum, als Holz und als "Königin der Obstbrände" begehrt und ideal für trocken-warmes Klima – so ist es auf der Internetseite www.wald.de zu lesen.