In drei Wochen findet das 15. Altmärkische Heimatfest in der Stadt Arnebrg statt. Das Programm verdichtet sich langsam und auch die Bilder des Festumzuges stehen inzwischen fest. Was die Besucher erwartet, darüber sprach die Volksstimme mit dem Organisationsteam und dem Bürgermeister.

Arneburg. "Die Buttons sind fertig", sagt Evelyn Jordan vom Organisationsteam des 15. Altmärkischen Heimatfestes. Knapp fünf Zentimeter groß sind die in Silber (Sonnabend) und Gold (Sonntag) gehaltenen besonderen Eintrittskarten. Jeweils 5000 Stück wurden davon gefertigt und werden ab sofort an die Besucher in der ganzen Altmark verkauft. Wer eines der Sammlerstücke haben möchte, sollte sich beeilen. Immerhin rechnet Bürgermeister Lothar Riedinger mit mehr als 20 000 Besuchern. Nicht jeder kann also einen Button bekommen. Wer zu spät kommt, bekommt eine Papierkarte.

Was die Besucher vom 13. bis 15. Mai erwartet, das steht bereits auf einem der Flyervordrucke. Insgesamt 15000 Stück sollen davon gedruckt werden. Das Fest beginnt am Freitag musikalisch auf der Marktbühne mit Cindy Ciser und der altmärkischen Band Lysander.

Am Sonnabend sind alle drei Bühnen geöffnet und bieten den Besuchern auf dem Markt, an der Grundschule und an der Elbe ein breit gefächertes Programm. Wichtig ist den Organisatoren auch das altmärkische Flair, das durch Kunsthandwerker nach außen präsentiert werden soll. "Die Händler sind auf dem gesamten Areal verteilt", sagte Bürgermeister Lothar Riedinger.

Eine Vielfalt soll es auch bei der Essensversorgung geben. Vom Fisch über Gegrilltes bis zu ungarischen Spezialitäten soll für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Fest steht inzwischen auch der Festumzug. Knapp elf Jahrhunderte Geschichte sollen in über 20 Schaubildern dargestellt werden. Das beginnt mit der Stadtgründung von Heinrich I. im Jahr 925, beinhaltet die Klosterstiftung zwischen dem Jahr 967 und 977 oder auch die Erbauung der St. Georgskirche um 1120. Berücksichtigt wird auch die Fähre von 1420, die Gründung der Brauergilde um 1600 sowie der große Stadtbrand von 1767. Nicht nur Arneburger, sondern auch Vereine der Umgebung helfen dabei, diese Schaubilder zu ermöglichen. So kommen für "Ferdinand von Schill in Arneburg" die Reiter des Husarenregimentes aus Stendal an die Elbe. Die Biedermeierzeit wird von Werbener Bürgern dargestellt und die Wendezeit übernimmt der Ostprodukteshop aus Tangermünde. Abschlussbild ist der industrielle Aufschwung mit Zellstoff- und Papierfabrik.

Knapp 300 Teilnehmer haben sich für den Festumzug bereits angemeldet sorgen für eine Umzugslänge von etwa 400 Metern. Der Festumzug startet in der Stendaler Straße und gelangt über Elbstraße und Tangermünder Straße zum Markt. Über Sandauer Straße und Lindenstraße gelangt der Umzug wieder zum Zielpunkt in Richtung Stendal.

Die Strecke ist etwa drei Kilometer lang. Sie soll jedoch in dieser Woche noch einmal mit einem Lkw abgefahren werden. Bis zum 15. Mai muss alles ausgemessen sein. Von 12 bis 14 Uhr kann sich der Umzug dann durch die Innenstadt Arneburgs schlängeln. Der Eintritt für das 15. Altmärkische Heimatfest an der Elbe kostet am Sonnabend und Sonntag jeweils zwei Euro.