Bereits zum 19. Mal wurde am Sonntag in der Briester Kirche die Sonntagsmusik eröffnet. Für die kommenden fünf Monate sind nun monatlich Konzerte in der kleinen Kapelle geplant. Mit etwas über 70 Leuten war die Kapelle nicht voll besetzt, Organisator Rainer Krause vom Kulturhaus Tangerhütte war aber dennoch sehr zufrieden.

Briest. Den Auftakt für die Sonntagsmusik bildete "Get up", die "internationale" Jazz-Band. International deshalb, weil die acht Mitglieder des Ensembles aus unterschiedlichen Gegenden Sachsen-Anhalts kommen. So sind Tangerhütte und Tangermünde ebenso Herkunftsorte wie die Landeshauptstadt Magdeburg und Stendal. Am Sonntag spielten sie in der kleinen Kapelle zu Briest ein rund einstündiges Konzert, was bei den Anwesenden Zuschauern sehr gut ankam. Mit Zwischenapplaus – wie bei Jazz-Konzerten üblich – honorierten die Zuhörer die Soli der einzelnen Instrumente.

Leiter Lutz Eckstedt präsentierte mit seinem Ensemble ein Repertoire von verschiedenen Künstlern, unter anderem Duke Ellington, Herbie Hancock und Klaus Doldinger.

Ein wenig mehr Zuschauer hätten schon noch in die Kapelle gepasst, meinte Rainer Krause, Leiter des Kulturhauses in Tangerhütte, der die Sonntagsmusik in Briest veranstaltete. "Aber angesichts des ziemlich wechselhaften Wetters bin ich überaus zufrieden." In der Tat blieb der eine oder andere Radfahrer etwas zögerlich vor der Kapelle stehen und traute sich aufgrund seiner sportlich-funktionellen Kleidung nicht gleich in die Kapelle hinein. "Die Konzerte sind auch ein beliebtes Reiseziel für Radwanderer", erklärte Krause, während er den Zögernden ein Zeichen gab, dass sie in der Kapelle willkommen sind. Während der vergangenen 19 Jahre habe sich die Sonntagsmusik zu einer richtigen Institution entwickelt, erzählte er weiter, Gäste kämen auch aus weiter entfernten Orten und schon längst nicht mehr aus Tangerhütte allein. "Der Zuspruch steigt stetig, was uns natürlich sehr freut", kommentierte Krause.

Unterstützt werden die Ausrichter vom Kulturhaus Tangerhütte bei den Veranstaltungen immer von den Mitgliedern des Natur- und-Kulturvereins Briest. Diese kümmern sich vornehmlich um die kulinarische Umrahmung, bieten Kaffee, Kuchen und Getränke an.

Der Malzirkel aus Groß Schwarzlosen sorgte am Sonntag auch für die visuelle Stimulierung. Er präsentierte Arbeiten aus seinem Schaffenskreis. Biblische Motive sind das Thema. "Dafür noch einmal vielen Dank an beide Gruppen", sagte Krause.

Die kommenden Termine sind schon festgelegt. Am Sonntag, 26. Juni, singt der Tangerhütter Kirchenchor in der Kapelle in Briest. Ab 15 Uhr werden unter der Leitung von Wiebke Will Volkslieder zu hören sein, umrahmt von Einlagen der literarischen Art.

Einen Monat später spielen die Berliner Musiker Thomas Glatzer und Matthias Wiesenhütter ein Gitarrenkonzert. Sie nennen ihr Projekt "twelve strings", auf deutsch zwölf Saiten, und das Programm heißt "Zwischen Tango und Klassik". Die beiden Musiker versprechen dem Publikum virtuose Gitarrenmusik, "mal feurig, mal sanft".

 

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