Der erste Spatenstich wurde im Dezember vergangenen Jahres am Uppstall gesetzt. Inzwischen sind Fundamente und Bodenplatte gegossen, und das neue Seniorenzentrum der Johanniter wächst deutlich sichtbar aus dem Boden. Die Fertigstellung ist im Juli nächsten Jahres geplant.

Stendal. Das von den Johannitern betriebene Altenpflegeheim Lutherstift ist begehrt. "Wir haben derzeit 65 Senioren auf der Warteliste", berichtet Heimleiter Andreas Krüger. Das sind mehr, als das jetzige Heim an der Ecke Uppstall/Sidenbüdel mit seinen 50 Plätzen Bewohner hat. Höchste Zeit also, dass die Erweiterungspläne der Johanniter Gestalt annehmen.

Das Projekt kam über Jahre nicht voran, bis im vergangenen Jahr einem Baubeginn nichts mehr im Wege stand. Im Dezember 2010 setzten die Bauherren den ersten Spatenstich in den nachgiebigen Grund der nördlichen Altstadt, nachdem die Stadt Stendal dem Sechs-Millionen-Euro-Projekt Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus dem Programm Stadtumbau Ost zugesagt hatte.

Am Uppstall, direkt gegenüber vom "alten" Lutherstift und mit diesem künftig über eine gläserne Brücke verbunden, entsteht seither der Rohbau eines Seniorenzentrums, bestehend aus einem Pflegeheim und einer altersgerechten Wohnanlage. "Wir liegen voll im Zeitplan, so dass wir im Juli 2012 wie geplant fertig sein können", versicherte Andreas Krüger in dieser Woche in einer Angehörigenversammlung des Lutherstifts.

Das über die Straße erweiterte Lutherstift wird dann insgesamt Platz für 120 vollstationäre Bewohner haben: 50 im alten Teil und 70 im Neubau. Das neue wird im Gegensatz zum älteren Heim ausschließlich Einzelzimmer haben. In einem Seitenflügel, der sich vom Uppstall in Richtung Süden erstreckt, werden zehn jeweils 50 Quadratmeter große Wohnungen für 20 nicht pflegebedürftige Senioren entstehen. Jede Wohneinheit besteht aus zwei Zimmern, Küche und Bad. Der Zugang, so erläuterte Heimleiter Krüger, soll ebenerdig möglich sein. Vor den Eingängen könne das Auto geparkt werden.

Der neue Pflegeheimteil wird seinen Haupteingang am Uppstall haben. Von dort erreicht man einen Empfang mit Tresen und Büros von Heimleiter und Pflegedienstleiterin. Eine nagelneue Küche im Neubau wird die jetzige im alten Heimbereich überflüssig machen.

Wenn der Neubau steht, bekommt der Uppstall auch eine neue Straße. Wie Helmut Trommer vom Tiefbauamt gestern sagte, sei der grundhafte Ausbau für das nächste Jahr ge-plant. Die Vorplanungen werden in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vorgestellt.