Zum Beitrag "Gerangel um Süd geht in neue Runde" und zum Kommentar "Süd-Spiele" in der Stendaler Volksstimme vom 25. Mai schreibt Jens Christmann, Pressesprecher der Firma Techem in Eschborn:

1. Die nun vom Amtsgericht Stendal vollzogene Aufhebung der Zwangsverwaltung ging nicht auf einen Antrag von Techem zurück. Sie lag auch nicht in unserem Interesse. Techem hat im Gegenteil auf die Einrichtung der Zwangsverwaltung hingewirkt und diese beantragt, um die Bewirtschaftung der Gebäude wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Die Zwangsverwaltung wurde vom Gericht für gescheitert erklärt, weil der Zwangsverwalter zu wenig Mietzahlungen erhielt, um die Gebäude ordnungsgemäß zu bewirtschaften.

2. Die illegale Entfernung der Plomben im November letzten Jahres wurde von Techem nicht tatenlos hingenommen. Nach der illegalen Entfernung der Plomben hat Techem Strafanzeige gestellt und dies auch öffentlich kommuniziert. Im November 2010 wurden in den von Techem versorgten Wohngebäuden in Stendal-Süd die Lieferung mit Wärme unterbrochen und die Hausanschlüsse im Beisein von Gerichtsvollziehern verplombt. Dabei handelte es sich um eine gerichtlich bestätigte Zwangsvollstreckungsmaßnahme, weil bereits damals Zahlungsrückstände von rund 200000 Euro aufgelaufen waren.

3. Obwohl aus juristischer Sicht die Eigentümer die einzigen Ansprechpartner für Techem in dieser Angelegenheit sind, wurden Mieter und Öffentlichkeit von Techem jederzeit umfassend informiert. Die von Ihnen aufgeworfene Frage, ob hier "überhaupt jemand mit offenen Karten spielt", weist Techem daher entschieden zurück. Derartige Unterstellungen sind unfair und juristisch nicht haltbar. Die Zahlungsrückstände wurden gerichtlich festgestellt und ein Ermittlungsverfahren gegen die sich im Ausland aufhaltenden Eigentümer von der Staatsanwaltschaft eingeleitet.