Seehausen. Einen herben Rückschlag hat es am Sonnabend für die Handballmänner der SG Seehausen in der Sachsen-Anhalt-Liga gegeben. Im sogenannten Vierpunktespiel gegen den Jessener SV 53 setzte es eine 22 : 26-Heimniederlage für die Altmärker.

Ein Merkmal dieses Spiels war, dass praktisch " altdeutsch " gespielt wurde. Beide Mannschaften setzten keinesfalls auf einen schnellen Kombinationswirbel im Angriff, sondern verwandten ihre Hauptaugenmerke in erster Linie darauf, Gegentreffer zu verhindern.

Seehausens Mannschaft, deren Keeper Sebastian Kramer sich am Vortag beim Training verletzte und derzeit an Krücken geht, ging durch Kreismittespieler Christian Söhnel zunächst mit 2 : 0 in Führung. Als dessen Bruder Alexander in der 14. Minute das 6 : 4 für seine Mannschaft markierte, bestand unter den heimischen Fans recht große Hoffnung, dass diese wichtige Begegnung gegen den Abstieg aus der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt zu Gunsten der Altmärker endet.

Doch schon unmittelbar danach agierten die Gastgeber zu fehlerhaft, bauten damit den Kontrahenten regelrecht auf.

Fünf Minuten später lag der mit 9 : 6 in Front. Seehausens Trainer Thomas Hennigs nahm die erste Auszeit. Das fruchtete zweifellos, denn die Gastgeber holten Treffer um Treffer auf. In der 26. Spielminute erreichte Alexander Söhnel durch seinen Treffer zum 10 : 9 wieder einmal eine Führung für seine Seehäuser Mannschaft. Zur Halbzeitpause stand es 12 : 12-Unentschieden.

In der zweiten Hälfte gab es keine Seehäuser Führung mehr. Von der Leistung einzelner Spieler, weniger vom mannschaftlichen Auftreten, war das Spielgeschehen geprägt. In den Jessener Reihen raffte sich Routinier Peschek zu einer starken Leistung auf. Nach dem zwischenzeitlichen 15 : 15 warf er mehrere Treffer in Folge. In der 45. Minute hieß es 20 : 15 für die Gäste. Eine Vorentscheidung war gefallen.

Die Zuschauer waren mit der Schiedsrichterleistung sehr unzufrieden. Zweifellos gab es da teilweise sehr schwer zu verstehende Entscheidungen. Allerdings ist auch zu verstehen, dass sich der Gastgeber, konkret Christian Söhnel und Christian Cornehl, zu völlig überflüssigen Zweiminutenstrafen hinreißen ließen. Das trug maßgeblich dazu bei, dass der Gastgeber nicht mehr zurückschlagen konnte.

Seehausen : Schulz, T. Kramer - A. Söhnel 10, Ch. Söhnel 4, D. Cornehl, Ch. Cornehl 3, Scholz 2, Krause 2, Knust, Hennigs, Fothke 1.